Führerschein mit 17

Viele Fahrlehrer waren skeptisch – doch der Erfolg des Versuchs „Führerschein ab 17“ gibt keinen Anlass dazu. Sogar bei den Unfallzahlen verzeichnete man einen Rückgang von rund 20 Prozent. Der „Führerschein ab 17“ ist ein Erfolgsmodell schlechthin.

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Der Führerschein mit 17 – ein Erfolgsmodell seit 10 Jahren

Jeder Autofahrer kann Geschichten über seine ersten Fahrstunden und Fahrversuche erzählen. Diese Zeit prägt die Menschen. In Deutschland gibt es seit rund zehn Jahren die Möglichkeit des „begleitenden Fahrens“. Seit neun Jahren steht diese Möglichkeit auch den Jugendlichen in NRW offen. Der Führerschein mit 17 ist auch hier ein Erfolgsmodell. Auch der Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes von Westfalen, Friedel Thiele, ist mit der Umsetzung und dem Konzept zufrieden. Auch wenn viele Fahrlehrer zu Beginn skeptisch waren, sind sie nun überzeugt, dass das begleitende Fahren eine perfekte Möglichkeit für die jungen Fahranfänger ist. Vor allem im ländlichen Bereich ist das Modell beliebt. Laut einer Statistik sind nun 40 Prozent mehr Fahrschüler im Projekt des begleitenden Fahrens. In der Stadt liegt die Zahl bei rund 20 Prozent. Die Fahrschule von Thiele weist sogar eine Zahl von 80 Prozent auf.

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Immer mehr Jugendliche fahren mit ihren Eltern

Vorwiegend fahren die Jugendlichen lieber mit ihren Müttern. Diese sind geduldige Begleitpersonen, während die Väter in der Regel ungeduldig und streng sind. Das Erfolgsmodell weist jedoch bei der Dauer des Führerscheins unterschiedliche Faktoren auf. So erledigen manche Jugendliche relativ schnell den Führerschein; andere hingegen legen erst mit dem 18ten Lebensjahr die Prüfung ab und dürfen bereits alleine hinters Steuer. Der Grund liegt hier bei der Zeit. Viele Jugendliche haben es nicht eilig den Führerschein zu bestehen. Andere hingegen sehen ihre Freiheit, wenn sie den Test positiv bestanden haben. Oftmals sind es auch schulische Bedingungen, die das Lernen und das Fahren unmöglich gestalten. Wer nach 15 Uhr von der Schule kommt, für einen Test lernt und erst gegen 19 Uhr bereit ist, hat wenig Lust auf ein paar Runden mit den Eltern.

Begleitendes Fahren ab 16?

Thiele appelliert an die Politik. Man könnte sehr wohl auch das Thema Führerschein in die Schulbildung integrieren. Des Weiteren sieht Thiele ein Problem bei der Zeitbewältigung. Man bräuchte Unmengen neue Fahrlehrer, die nur zwischen 15 Uhr und 20 Uhr arbeiten. Zwischen diesen Stunden sei der Ansturm enorm – und derzeit nicht zu bewältigen. Das bedeutet gleichzeitig, dass viele Fahrschüler oft ewig auf eine Fahrstunde warten. Thiele hat aber noch weitere Wünsche an die Politik. So kann er sich vorstellen, dass man bereits einen Führerschein mit 16 einführt. Das begleitende Fahren mit 16 Jahren würde sehr wohl den Zeitdruck verringern. Denn viele Jugendliche beginnen mit 17 Jahren den Führerschein, legen aber erst die Prüfung mit 18 Jahren ab. Wer schon mit 16 Jahren beginnt, hat somit gute Chancen, dass er mit dem 17ten Lebensjahr Autofahrer ist.

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