Genf 2017: Porsche zeigt den neuen Porsche 911 GT3

Das Porsche in Genf den neuen Kombi, Verzeihung den neuen Porsche Panamera Grand Turismo vorstellt war im Vorfeld schon bekannt. Das dann auf dem Messestand daneben der neue Dampfhammer aus Zuffenhausen stehen würde, hatte ich nicht erwartet und war somit freudig überrascht. Der Porsche 911 GT3, der vermutlich emotionalste und vor allem auch radikalste neue Elfer den man für Geld kaufen kann.

Porsche 911 GT3

Kommen wir direkt zu den vermutlich wichtigsten Daten: Der Verbrauch liegt zwischen 12,7 und 12,9 Liter! Kleiner Scherz! Was treibt so ein Traum-Elfer an? Ein hochdrehender 4,0 Liter Saugmotor – natürlich ein Boxer – mit satten 500 Pferdestärken. Das Aggregat stammt fast unverändert aus dem GT3 Cup Fahrzeug. Von dem Rennsport auf die Straße, Porsche macht da schon einiges richtig.

Im Gegensatz zu mir hat der GT3 abgespeckt, er ist 1,4 Tonnen schwer oder besser gesagt leicht. Innerhalb von 3,4 Sekunden katapultiert dieses Geschoss von 0 auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 318 km/h, allerdings nur wenn der Boxer-Motor an ein PDK, also an ein Porsche Doppelkupplungs-Getriebe angeflanscht ist.

Die Experten wissen nun bereits Bescheid: Schalten oder lassen? Die GT3 Käufer haben die freie Wahl! Handgerissen gibt es den GT3 mit einem 6-Gang Schaltgetriebe, damit ist er zwar ganze 2 km/h schneller, aber im Sprint 0,5 Sekunden langsamer. Ich könnte das verschmerzen, so einen Wagen fährt man doch handgerissen, oder?

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Porsche 911 GT3

Tiefflieger! Gegenüber dem Porsche 911 Carrera S liegt der neue Porsche 911 GT3 um 25 mm tiefer. Da der hochdrehende Sauger bis zu 9.000 Umdrehungen in der Minute erreicht, muss die Ölversorgung vom Motor gewährleistet sein. Porsche vertraut hier auf eine Trockensumpfschmierung, ein Rezept was immer gut funktioniert, auch bei schnellen Kurvenfahrten mit hoher Querbeschleunigung.

Was darf bei einem Porsche GT3 auf gar keinem Fall fehlen? Ganz klar, der Heckflügel. Hier in Carbon gehalten, drückt er das Heck auf die Fahrbahn. Ich mag den, finde den auch nicht prollig, aber das mag Geschmacksache sein.

Porsche 911 GT3

Im Innenraum dominiert die Sportlichkeit, der Fahrer bedient ein 360 mm Sportlenkrad, welches aus dem 918 Spyder stammt und sitzt dabei zusammen mit dem Beifahrer auf Sportsitzen, optional gibt es auch richtige Sportsitze, also so unbequeme Sitze die auf der Rennstrecke aber die pure Kontaktfläche zwischen Fahrzeug und Fahrer sein dürften.
Serienmäßig rollt der Porsche 911 GT3 auf 20″ Felgen vom Band. Serienmäßig ist auch eine Hinterachslenkung verbaut – Porsche tut wahrlich alles für eine gute Performance. Wer mag kann sich den GT3 noch weiter ausstatten, entweder in Richtung Rennsport oder alltagstauglichen Sportwagen, ich wüsste in welche Richtung ich mich da bewegen würde.
Der Porsche 911 GT3 verfügt sogar über einen Kofferraum, das Volumen von 125 Liter ist aber eher nicht der Rede wert, eher das Volumen vom Tank, der fasst 64 Liter, das man seinen Tankwart vermutlich häufiger grüßt, dürfte obligatorisch sein.

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Den neuen GT3 gibt es zum Einheitspreis! Egal ob mit dem PDK oder handgerissen, der Porsche 911 GT3 kostet 152.416 Euro, dafür bekommt man schon ein Eigenheim, das ist aber dann nicht so schnell. Passende Wunschkennzeichen für den Porsche 911 gibt es, neben XX-XX 911 empfielt sich hier natürlich ein kurzes und knappes xx – GT 3, aber die Kombination gibt es pro Zulassungsbezirk nur einmal.

Porsche 911 GT3

Der GUTSCHILD-Neuwagen-Kurzcheck: Die Sitzprobe fiel positiv aus, der Porsche 911 GT3 passt mir wie ein Maßanzug, beim Blick ins Portemonnaie bekomme ich allerdings Tränen in die Augen, das scheint wohl aus Zwiebelleder zu sein. Für mich zu teuer, aber träumen bleibt ja kostenlos. Mein Highlight: Neben dem potenten Motor der Heckspoiler!

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