Namen auf Kfz-Kennzeichen – wann ist das erlaubt?

Die eigenen Initialen auf dem Kfz-Kennzeichen – diese Option, um seinen Namen auf dem Autokennzeichen zu platzieren, ist allgemein bekannt und wird von vielen Kfz-Haltern gern genutzt. Auch Wortspiele wie B-OY oder HA-SE sind beliebt unter Autofahrern. Doch mitunter sieht man auch noch etwas anderes auf bundesdeutschen Straßen: Kfz-Kennzeichen, auf denen keine Zahlen stehen, sondern nur ein Name. Ist so was einfach erlaubt? Und unter welchen Bedingungen?

Namen auf Kfz-Kennzeichen erlaubt?

Kfz-Kennzeichen mit individueller Beschriftung sind hierzulande nicht als amtliches Nummernschild verwendbar.

Das eigene Auto mit Stolz fahren

Wer sich ein eigenes Auto kauft, will es hegen und pflegen. Für viele Deutsche ist das gute Stück eine hohe Investition. Da ist es ganz natürlich, dass man als Besitzer seinen Stolz über das eigene Auto auch nach außen tragen will. Daher möchte vielleicht der eine oder andere Halter seinen eigenen Nachnamen auf seinem Nummernschild sehen. So wissen alle Verkehrsteilnehmer, wie der Besitzer des Fahrzeugs heißt. Und ärgern sich möglicherweise, warum sie nicht selbst auf die Idee gekommen sind?

Namen auf Kfz-Kennzeichen

Namen auf Kfz-Kennzeichen

Grundsätzlich müssen Kennzeichen der Norm entsprechen

Sieht man so ein Fahrzeug hierzulande auf der Straße, kommt es vermutlich aus dem Ausland. Denn in Deutschland ist ein Nummernschild nur mit dem Familiennamen darauf nicht erlaubt, wie Peter Weirauch, Amtsleiter des Straßenverkehrsamtes beim Landkreis Vorpommern-Greifswald, bestätigt. Die Fahrzeugzulassungsverordnung regelt in Deutschland, wie Nummernschilder aussehen müssen. Demnach muss ein Kennzeichen immer das Kürzel des Landkreises oder der Stadt des Halters enthalten. Insgesamt dürfen auf Nummernschildern höchstens fünf Buchstaben und maximal acht Stellen stehen. Einfach nur eigene Namen auf Kfz-Kennzeichen sind verboten.

Siehe auch  Kennzeichen für das Fahrrad

Welche Personalisierungs-Möglichkeiten haben Pkw-Halter hierzulande?

Der eigene Name lässt sich also nur mit Glück innerhalb dieser Vorgaben umsetzen: Heißt eine Kfz-Halterin beispielsweise Anke mit Vornamen, muss sie auf ihrem Nummernschild das Kürzel für Anklam (ANK) stehen haben und kann dann das Wunschkürzel E anfügen lassen. Dahinter sind noch maximal vier Zahlen möglich. Anders als mit der Städte-Kürzel-Kombination ist es nicht möglich, seinen eigenen Namen auf dem Kennzeichen spazieren zu fahren. Auf die gleiche Weise können Ben aus Berlin (B-EN), Lisa aus Lindau (LI-SA) oder auch Ulf aus Ulm (UL-F) ihre Namen auf dem Kfz-Kennzeichen realisieren.

Namen auf Kfz-Kennzeichen mit erlaubten Kombinationen

Der eigene Name auf dem Kfz-Kennzeichen ist lediglich mit gültigen Städtekürzeln realisierbar.

Immer mehr Kfz-Halter fordern individualisierte Nummernschilder

Der Wunsch nach individuellen Nummernschildern wird aber offenbar immer größer unter deutschen Autobesitzern, wie Peter Weirauch bestätigt. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald beinhalteten ganze 80 Prozent der Neuzulassungen Extra-Wünsche nach personalisierten Kennzeichen.

Namens-Kfz-Kennzeichen nur inoffiziell verwendbar

Während in den USA personalisierte Kennzeichen an Motorrädern oder Autos als amtliche Kennzeichen befestigt werden können, geht das in Deutschland nicht. Erlaubt ist zwar, ein Nummernschild mit ausgeschriebenem Namen anfertigen zu lassen und erlaubt ist auch, das Schild an einer bestimmten Stelle im Fahrzeug zu platzieren. Das Namens-Kfz-Kennzeichen darf allerdings nicht mit dem geltenden amtlichen Kennzeichen konkurrieren, sondern muss in sichtbarer Distanz platziert werden. Diese Namens-Kfz-Kennzeichen kennt man auf deutschen Straßen beispielsweise von Lkw-Fahrern, die ihr Zuhause auf Rädern personalisieren möchten.

12 thoughts on “Namen auf Kfz-Kennzeichen – wann ist das erlaubt?

  1. Ich

    Ich finde das Deutschland kein vorzeige Land ist, viel mehr eine Bananenrepublik wo Bürohengste gefüttert werden müssen .Siech irgend einen Sch…ausdenken um den kleinen Bürger zu Ärgern
    Es geht sich doch nur darum, das die Polizei direkt sieht wo das Fahrzeug gemeldet ist.
    Wenn ich mit meinem Fahrzeug in einen anderen Kreis umziehe, darf ich mein Kennzeichen behalten und muss es nicht ummelden. Demzufolge weis also die Polizei wo ich gemeldet bin.
    Wenn ich Heirate und einen anderen Namen annehme, brauch ich meinen Führerschein nicht zu ändern
    Bei einem Namens Kennzeichen, muss ich mein Auto doch auch beim zuständigem STVA anmelden.
    Ergo; weis die Polizei dann auch wo ich gemeldet bin.

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    1. joeysfalsa

      In Polen geht das schon lange.
      Da kannst du Deinen Namen , oder Den Namen deines Autos eingeben und Ende.
      z.b. hab ich ein BMW X1 gesehen aber auch ein Darek 1 oder eine Maja2 alles offizielle Kennzeichen.
      Auch Audi A3 hab ich einmal auf der A4 gesehen. Auch aus Polen.
      Somit stellt sich scheinbar nur Deutschland wieder stur. pffff. Typisch Bürokratie .

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  2. Dieter

    In Deutschland ist alles geregelt von der Schraube bis was weiß ich was noch…..von Hohlköpfen auserkoren. In den USA sind die viel fortschrittlicher.

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  3. Olaf Wiese

    Moin
    Ich führe zu Reklamezwecken sehr gerne mit „Privatkennzeichen“. Es stünde dann eben nicht mein Name, sondern der meines Buches „Elfenpfad“ darauf. Es sollte dies – aus meiner Sicht – jedem frei gestellt sein, solange man dies offiziell angibt, so dass es einem Polizisten in sekundenschnelle möglich ist, das eigentliche Kennzeichen und damit den Fahrer zu identifizieren. Technisch sollte dies keine Hürde sein und gegen eine gewisse „Bearbeitungsgebühr“ hätte ich nichts einzuwenden. Die Kosten für die Herstellung der Schilder muss selbstverständlich jeder für sich tragen.
    Olaf

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    1. Tonio Schiavo

      Also wie der Name auf ein Schild passen und warum das werbetechnisch effektiv wäre, seh ich jetzt nocht nicht 😀 Ansonsten hast du allerdings komplett Recht, in Amerika ist das ja auch mit gewissen Kosten verbunden und das ist auch i. O. so. Sonst machts ja jeder Depp

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      1. Roland

        Bei uns in Dänemark geht das schon viele Jahre!
        Kann nicht verstehen was das Problem ist,
        Und ja es ist teuer,,,kostret 1100 Euro für 8 Jahre 😉

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  4. Thomas

    Ich bin auch nicht dafür, den „Verwaltungs-Hengst“ übergebührlich zu füttern.
    Dennoch.
    Nach einer gefährlichen Situation, welcher Art auch immer, will ich wissen, wo das Fahrzeug herkommt und wem es zuzuordnen ist.
    Man stelle sich vor, da steht nur „Heini“ drauf.
    Kann hier jemand ermessen, wieviel „Heinis“ es in Deutschland gibt?

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    1. Chris

      @Thomas:

      Lach, es gäbe in Deutschland aber nur ein Auto mit Heini als Kennzeichen, und da die Kennzeichen ja im System gespeichert sind (nehme ich jedenfalls an) , ist es ein leichtes herauszufinden wo Heini herkommt und wohnt, zumindest für die die dürfen. Pozilei z.B.

      Ich habe an beiden meinen Autos persönliche Kennzeichen,hier in Kanada.
      Warum das in D oder auch CH nicht möglich ist bleibt mir Schleierfhaft, ich denke es ist Argwohn von Seite des Staates, die wollen nicht das sich die Bevölkerung über die kleinen Dinge im Leben freut, schon gar nicht auf der Strasse.

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  5. Moritz

    stellt sich die Frage, was passiert, sollten tatsächlich irgendwann alle verfügbaren Kombinationen in Deutschland ausgeschöpft sein? werden dann neue Landkreise eingeführt, um Kennzeichen abdecken zu können? oder potentielle Antragsteller auf Warteliste gesetzt (bis ein Kennzeichen frei wird)? oder überlegt man sich dann doch endlich mal eine Lockerung im Sinne der Liberalisierung …

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    1. Jan

      Das Problem mit den ausgeschöpften, verfügbaren Kombinationen ist bereits voll im Gange. Durch die Beschränkung auf 8 Zeichen stehen nicht mehr genügend Kombinationen zur Verfügung, wenn das Kennzeichen ein „E“ fürs Elektroauto enthalten soll, weil dadurch eine Stelle weniger in der Ziffernfolge oder der Buchstabenkombination genutz werden kann. Das ist besonders fatal, wenn der Landkreis schon drei Buchstaben hat. Und „kurze“ Buchstaben-Ziffern Kombinationen werden meist nur für Motorräder ausgegeben. Statt dessen wäre ein Aufkleber, wie die Umweltplakette in blau mit einem „E“ in der Mitte die einfacherere Lösung gewesen.

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    2. Rocco

      Dieses Problem sehe ich nicht denn in Augenblick stehen maximal 5 hoch 26 + 999 zur Verfügung. Nach der Zulassung von 8 Buchstaben stünden 8 hoch 26 Kombinationen zu Verfügung. Also mathematisch kein Problem 😏

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