Online-Zulassungen für Autohändler gefordert!

Autohäuser, Autohändler, Gebrauchtwagen-Verkäufer und natürlich auch Autokäufer haben aktuell vor allem ein Problem: Zulassungsstelle Zulassungsstelle! Es gibt aktuell keine Termine! Einfach mal spontan ein Auto kaufen und anmelden? Ein Ding der Unmöglichkeit! Das schmälert unter anderem nicht nur die Kauflust, sondern sorgt zum Zulassungsfrust.

Automobilzulassungen 2020

Der Handel von Neu- und Gebrauchwagen spürt die Auswirkungen der diejährigen Corona-Pandemie im besonderen Umfang. Auch wenn die Zulassungen im Mai wieder gestiegen sind, liegen diese noch deutlich unter dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 35% im Neuwagensegment und 16% im Gebrauchwagenmarkt. Aber es gibt auch Gewinner in dieser Branche:

Wer hätte je gedacht, dass ein Virus mal den Zulassungsdiensten Kunden ins Haus spült? Doch auch deren Kapazitäten bei der Zulassungsstelle sind begrenzt und so kann eine Zulassung im beschaulichen Bielefeld schon mal bis zu einer Woche dauern, über andere Großstädte oder gar die Hauptstadt wollen wir nun mal lieber keine Worte verlieren. Katastrophale Umstände! Die analoge Zulassungsstelle in der digitalisierten Welt, dabei könnte alles so einfach sein.

Das Thema i-KFZ wird ja schon seit mehreren Monaten forciert, passiert ist ähnlich wie beim e-Learning und digitalen Distanzunterricht noch nicht viel. Doch fest steht: Geschlossene Zulassungsstellen oder Zulassungsstellen die nur eingeschränkt geöffnet haben, sorgen für Frust.

Autohändler fordern Online-Zulassung auch für Unternehmen

Autohändler fordern Online-Zulassung auch für Unternehmen – sonst bleiben auch die neusten Modelle stehen…

Online-Zulassung für Autohändler gefordert

Die Kollegen der Deutschen Automobil Treuhand, also DAT, haben sich mal umgehört. 657 Kfz-Unternehmer wurden befragt und 59 % haben angegeben, dass die aktuelle Zulassungsstellen-Situation sich im erheblichen Maße auf das Geschäft auswirkt. Bei weiteren 30% der Kfz-Unternehmer (Autohändler, Autohäuser, Autowerkstätten usw.) immerhin noch im geringen Maße.

Das Problem ist klar! Gebundenes Kapital! Denn jedes Auto was beim Händler steht, kostet den Kfz-Unternehmer unterm Strich bares Geld. Der Rubel muss aber rollen und nicht auf der Verkaufsfläche stehen bleiben.

Auf den Gebrauchtwagenplätzen der Autohändler stehen diverse Fahrzeuge bereits länger als 90 Tage. Die Standkosten eines Fahrzeugs kann man auf durchschnittlich 22 Euro pro Tag beziffern und die Kosten laufen weiter, solange die Fahrzeuge nicht angemeldet werden können.

Aus dem Grund fordert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe auch die Online-Zulassung. Mit dem ZDK wünschen sich das auch 85% der befragten Kfz-Unternehmer aus der DAT Umfrage.

Während private Fahrzeughalter unter gewissen Umständen schon das Fahrzeug online anmelden Fahrzeug online anmelden können, gilt das für Kfz-Betriebe derzeitig noch nicht. Anstatt Digitales-Deutschland leben wir da scheinbar noch im analogen Absurdistan. Technisch ist die Online-Zulassung für die Autohäuser kein Problem, wer ein Angebot oder eine Rechnung für ein Kraftfahrzeug schreiben kann, der kann auch die Daten für die Online-Anmeldung übermitteln und könnte so schön aus der Distanz die Fahrzeuge an-, ab- oder ummelden. Doch bis es soweit ist, da läuft noch viel Wasser den Bach runter.

Wir wünschen es den Kollegen aus dem Handel, denn wir sind natürlich auch auf funktionierende Zulassungs-Prozesse angewiesen. Von daher stimmen wir hier ganz klar für die Online-Zulassung, egal ob für private Personen oder für Unternehmen.

Quelle: DAT – Barometer

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