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Genf 2017: Opel Crossland-X – Der französische Opel!

Bereits am 1. Februar feierte den nagelneue Opel Crossland X seine Premiere in Berlin, nun stand er in Genf aber das erste Mal auf der großen Bühne und nicht einmal die „Peugeot kauft Opel-Geschichte“, konnte ihm die Show stehlen, er basiert nämlich auf einem Franzosen.

Das CUV/SUV-B-Segment boomt gerade, denn seit 2010 haben sich die Absatzzahlen in diesem Segment verfünffacht. Als zweites Mitglied der Opel-Familie nach dem erfolgreichen Opel Mokka X ergänzt der Crossland X als Crossover Utility Vehicle das B-Segment und soll dieses zusätzlich beleben. Im Laufe des Jahres kommt dann noch sein großer Bruder, der Opel Grandland X für das C-Segment (Kompaktklasse) hinzu. Mit diesen beiden Modell startet Opel im Rahmen der Produktoffensive „7 in 17“ – sieben neue Modelle im Jahr 2017 – mit zwei Newcomern, die sowohl ein freches Design und die Vorzüge eines SUV für den urbanen Lifestyle vereinen.

Von vorne fällt das markante Gesicht mit den prominentem Kühlergrill mit glänzendem Opel-Blitz und dem typischen Doppelschwingen-Tagfahrlicht in LED zuerst ins Auge. Die Linienführung ist horizontal und lässt den Crossland X somit breiter wirken. Sportlich und funktional wirken die SUV-typischen Verkleidungen und silberfarbenen Einsätze im vorderen und gesamten unteren Bereich. Das Dach wirkt als würde es schweben, die scharfen Linien an den Seiten strecken den Crossland X in die Länge. Die Chromlinie im Dach erinnert an den Opel ADAM und verläuft ebenso zum Heck hin bogenförmig nach unten, auch hier kann man für das Dach eine separate Farbe wählen.

Das Heck des Crossland X ziert ein deutlich sichtbarer Unterfahrschutz, die Rückleuchten in LED-Doppelschwingen-Grafik sitzen weit oben und bilden die Schnittstelle zwischen Kofferraumklappe und seitlich nach unten gezogener Dachlinie.

Der Crossland X hat äußerst kompakte Abmessungen, er ist 4,21 m lang, 1,77 m breit und 1,59 m hoch. Damit ist er zehn Zentimeter höher als ein Opel Astra, was den maximal fünf Passagieren eine erhöhte Sitzposition beschert. Die damit verbundenen gute Übersicht lässt sich durch das Panorama-Glasdach noch zusätzlich steigern. Fahrer und Beifahrer sitzen optional auf den vielfach ausgezeichneten, von der Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR) zertifizierten Ergonomie-Sitzen, diese sind in dieser Fahrzeugklasse nur beim Crossland X und beim Mokka X erhältlich.

Wo der Opel Mokka X ein typisches SUV mit optionalem Allradantrieb ist, ist der Crossland X mit seinen kompakten Außenmaßen und trotzdem viel Platz im Innenraum perfekt für die Stadt geeignet. Zudem ist er sehr variabel und somit ebenso für Großeinkäufe und Urlaubsfahrten geegnet. Das Kofferraumvolumen ist führend im Segment und bietet bei hochgestellten Rückenlehnen 410 Liter Platz. Die Rücksitze können einzeln (im Verhältnis 60:40) um bis zu 150 Millimeter in Längsrichtung verschoben werden, was die Flexibilität nochmal steigert, hinten mehr Beinfreiheit bewirkt und das Kofferraumvolumen gegebenenfalls auf 520 Liter erhöht. Bei eingeklappter Armlehne lassen sich zwischen den Sitzen lange Gegenstände durchladen. Bei komplett zusammengelegten Rücksitzen lässt sich das Ladevolumen auf enorme 1.255 Liter erweitern. Im Fahrgastbereich finden sich zudem einige Verstaumöglichkeiten für Gegenstände des täglichen Bedarfs.

Im Innenraum sind die Instrumententafel und die Mittelkonsole klar gegliedert und horizontal auf den Fahrer ausgerichtet. Qualitativ hochwertig wirken die chromumrandeten Instrumente und Bedienelemente, das Lenkrad und die Windschutzscheibe sind optional beheizbar. Die modernen IntelliLink-Infotainment-Systeme Radio R 4.0 IntelliLink und Navi 5.0 IntelliLink sind mit Apple CarPlay und Android Auto kompatibel, den bis zu acht Zoll große Farb-Touchscreen findet man in der Mittelkonsole. Kompatible Smartphones lassen sich während der Nutzung induktiv laden. Der WLAN-Hotspot von Opel OnStar sorgt für beste Vernetzung aller mobilen Endgeräte, ab Ausstattungslinie Edition ist der persönliche Online- und Service-Assistent serienmäßig.

Weitere Innovationen des Crossland X sollen den Alltag sicherer, angenehmer und einfacher machen. Hierzu gehören unter anderem das schlüssellose Startsystem „Open & Start“, das adaptive Fahrlicht AFL mit Voll-LED-Scheinwerfern (inklusive Kurvenlicht, Fernlichtassistent und automatische Leuchtweitenregulierung), ein Head-up-Display und eine 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera. Assistenten wie der automatische Parklenkassistent, der Frontkollisionswarner mit Müdigkeits- und Fußgänger-Erkennung und automatischer Gefahrenbremsung, der frontkamerabasierte Spur- und Geschwindigkeitszeichen-Assistent, die Müdigkeitserkennung und der Toter-Winkel-Warner sind – zum Teil optional – erhältlich. Der Geschwindigkeitsregler mit Geschwindigkeitsbegrenzer macht die Fahrt ebenfalls angenehmer.
Die Motor-/Getriebekombinationen sollen sowohl manuelle als auch automatische Getriebe und Benzin- und Dieselmotoren und LPG umfassen.

Der GUTSCHILD-Neuwagen-Kurzcheck: Viel Platz vorne, viel Platz hinten, relativ hohe Ladekante, aber dafür dann auch die typische SUV Sitzposition. Die Verarbeitung ist auf den ersten Blick gut, ich bin gespannt auf die erste Probefahrt. Preise? Noch nicht bekannt, der Verkaufspreis von Opel dafür aber. Hoffen wir einfach mal das Beste für alle Beteiligten, Beschäftigten und Zulieferunternehmen von Opel und drücken ganz kräftig alle zur Verfügung stehenden Daumen.

 

Genf 2017: Volkswagen Arteon – Der Volkswagen CC Nachfolger!

Der neue Volkswagen Arteon ist ein fünftüriger Gran Turismo von Volkswagen und oberhalb des weltweit erfolgreichen Passat, als Nachfolger vom CC, positioniert. Er bietet fünf Sitzplätze und soll die Designelemente eines Sportwagens mit der Eleganz und vor allem mit dem Raumangebot eines Fastbacks kombinieren.

Die serienmäßige LED-Scheinwerfer verschmelzen, rein optisch, mit dem breiten Kühlergrill und aufliegenden Motorhaube zu einer neuen Frontpartie. Das hier könnte für die Klasse das neue Markengesicht werden, sprich beim folgenden VW Touareg könnte ich mir eine ganz ähnliche Optik vorstellen.

Volkswagen Arteon

Der lange Radstand sorgt für ausgezeichnete Platzverhältnisse an Bord des Arteon, groß ist auch der Kofferraum: Hinter der großer Heckklappe eröffnet sich, optional auch per Fußkick, ein variables Kofferraumvolumen welches zwischen 563 und 1.557 Liter liegt.

Doch was kommt hier unter die Haube, aktuelle Standartkost aus dem Konzernbaukasten. Ab Marktstart stehen sechs verschiedene Turbomotoren (TSI und TDI) zur Verfügung. Die Leistungsrange liegt dabei zwischen 150 und 280 PS.

Volkswagen Arteon

Die jeweiligen Topmotorisierungen werden serienmäßig mit dem 7-Gang Doppelkupplungs-getriebe (DSG) und dem Allradantrieb (4MOTION) ausgeliefert. Optional ziehen auch in den Volkswagen Arteon die bereits bekannten digitale Instrumente („Active Info Display“) und das 9,2-Zoll-Infotainementsystem mit Gestensteuerung („Discover Pro“) ein. Das kennen wir ja nun schon aus dem VW Golf 7 Facelift und bis auf die Tatsache, dass keine Drehräder für die Lautstärke und dem Zoom mehr vorhanden sind bin ich von dem System ganz angetan.

Neue Assistenzsysteme blicken beim VW Arteon in die Zukunft, also voraus und reagieren auf Geschwindigkeitsbegrenzungen, Kurven und Kreisverkehre. Für mich ist das der nächste wichtige Schritt in Richtung autonome Automobilität und das System werden wir so auch in naher Zukunft bei anderen Herstellern sehen.

Ab Marktstart gibt es zwei Ausstattungslinien: „Elegance“ und „R-Line“, diese sollen weitreichende Individualisierungsmöglichkeiten bieten.

Volkswagen Arteon

Der GUTSCHILD-Neuwagen-Kurzcheck: Ausreichend Platz vorne und hinten, auch im Kofferraum. Die Verarbeitung ist auf einem sehr hohen Niveau und mir ist nur ein Kritikpunkt auf den ersten Blick aufgefallen. Die Felgen bei der R-Line sind ja im Turbinen-Design gehalten, leider drehen sie auf einer Seite in die falsche Richtung, da muss VW wohl mal in ein zweites Werkzeug investieren. Wünschen würde ich mir ein richtiges R-Modell, dem Fahrzeug würde es stehen und VW würde von einem weiteren emotionaleren Fahrzeug sicherlich auch profitieren.

Genf 2017: Porsche zeigt den neuen Porsche 911 GT3

Das Porsche in Genf den neuen Kombi, Verzeihung den neuen Porsche Panamera Grand Turismo vorstellt war im Vorfeld schon bekannt. Das dann auf dem Messestand daneben der neue Dampfhammer aus Zuffenhausen stehen würde, hatte ich nicht erwartet und war somit freudig überrascht. Der Porsche 911 GT3, der vermutlich emotionalste und vor allem auch radikalste neue Elfer den man für Geld kaufen kann.

Porsche 911 GT3

Kommen wir direkt zu den vermutlich wichtigsten Daten: Der Verbrauch liegt zwischen 12,7 und 12,9 Liter! Kleiner Scherz! Was treibt so ein Traum-Elfer an? Ein hochdrehender 4,0 Liter Saugmotor – natürlich ein Boxer – mit satten 500 Pferdestärken. Das Aggregat stammt fast unverändert aus dem GT3 Cup Fahrzeug. Von dem Rennsport auf die Straße, Porsche macht da schon einiges richtig.

Im Gegensatz zu mir hat der GT3 abgespeckt, er ist 1,4 Tonnen schwer oder besser gesagt leicht. Innerhalb von 3,4 Sekunden katapultiert dieses Geschoss von 0 auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 318 km/h, allerdings nur wenn der Boxer-Motor an ein PDK, also an ein Porsche Doppelkupplungs-Getriebe angeflanscht ist.

Die Experten wissen nun bereits Bescheid: Schalten oder lassen? Die GT3 Käufer haben die freie Wahl! Handgerissen gibt es den GT3 mit einem 6-Gang Schaltgetriebe, damit ist er zwar ganze 2 km/h schneller, aber im Sprint 0,5 Sekunden langsamer. Ich könnte das verschmerzen, so einen Wagen fährt man doch handgerissen, oder?

Porsche 911 GT3

Tiefflieger! Gegenüber dem Porsche 911 Carrera S liegt der neue Porsche 911 GT3 um 25 mm tiefer. Da der hochdrehende Sauger bis zu 9.000 Umdrehungen in der Minute erreicht, muss die Ölversorgung vom Motor gewährleistet sein. Porsche vertraut hier auf eine Trockensumpfschmierung, ein Rezept was immer gut funktioniert, auch bei schnellen Kurvenfahrten mit hoher Querbeschleunigung.

Was darf bei einem Porsche GT3 auf gar keinem Fall fehlen? Ganz klar, der Heckflügel. Hier in Carbon gehalten, drückt er das Heck auf die Fahrbahn. Ich mag den, finde den auch nicht prollig, aber das mag Geschmacksache sein.

Porsche 911 GT3

Im Innenraum dominiert die Sportlichkeit, der Fahrer bedient ein 360 mm Sportlenkrad, welches aus dem 918 Spyder stammt und sitzt dabei zusammen mit dem Beifahrer auf Sportsitzen, optional gibt es auch richtige Sportsitze, also so unbequeme Sitze die auf der Rennstrecke aber die pure Kontaktfläche zwischen Fahrzeug und Fahrer sein dürften.
Serienmäßig rollt der Porsche 911 GT3 auf 20″ Felgen vom Band. Serienmäßig ist auch eine Hinterachslenkung verbaut – Porsche tut wahrlich alles für eine gute Performance. Wer mag kann sich den GT3 noch weiter ausstatten, entweder in Richtung Rennsport oder alltagstauglichen Sportwagen, ich wüsste in welche Richtung ich mich da bewegen würde.
Der Porsche 911 GT3 verfügt sogar über einen Kofferraum, das Volumen von 125 Liter ist aber eher nicht der Rede wert, eher das Volumen vom Tank, der fasst 64 Liter, das man seinen Tankwart vermutlich häufiger grüßt, dürfte obligatorisch sein.

Den neuen GT3 gibt es zum Einheitspreis! Egal ob mit dem PDK oder handgerissen, der Porsche 911 GT3 kostet 152.416 Euro, dafür bekommt man schon ein Eigenheim, das ist aber dann nicht so schnell. Passende Wunschkennzeichen für den Porsche 911 gibt es, neben XX-XX 911 empfielt sich hier natürlich ein kurzes und knappes xx – GT 3, aber die Kombination gibt es pro Zulassungsbezirk nur einmal.

Porsche 911 GT3

Der GUTSCHILD-Neuwagen-Kurzcheck: Die Sitzprobe fiel positiv aus, der Porsche 911 GT3 passt mir wie ein Maßanzug, beim Blick ins Portemonnaie bekomme ich allerdings Tränen in die Augen, das scheint wohl aus Zwiebelleder zu sein. Für mich zu teuer, aber träumen bleibt ja kostenlos. Mein Highlight: Neben dem potenten Motor der Heckspoiler!

Genf 2017 Vorschau: Audi präsentiert den Audi RS3 Sportback! 400 PS warten…

Nach dem Mercedes-Maybach G650 Landaulet kommt nun ein weiterer Knaller der auf dem Genfer Automobil-Salon einige Herzen höher schlagen lässt. Unter der Motorhaube befindet sich nämlich ein Meisterstück.

Ein Reihen-Fünfzylinder-Ottomotor mit Benzindirekteinspritzung, Abgasturboaufladung und Ladeluftkühlung. Ein Fahrzeug mit einem maximalen Ladedruck von 2,35 bar. Wenn die beiden oben liegenden Nockenwellen, das tun was sie am besten können, dann stellt das 2.5 Liter große Triebwerk 400 Pferdestärken bereit bzw. ein maximales Drehmoment von 480 Nm.

Klingt nach einem guten Aggregat, oder? Innerhalb von 4,1 Sekunden beschleunigt der Audi RS3 Sportback dank Allrad (also quattro) Antrieb und 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt solange bei 250 km/h, bis man die Sperre ziehen lässt. Dann schafft er Tempo 280!

Um die Verzögerung kümmern sich optional Keramik-Bremsen, 370er an der Vorderachse und 310er an der Hinterachse werden den sportlichen A3 wohl schon wieder einfangen. Die Sportlichkeit dominiert natürlich auch in der Optik, hier und da ein paar Öffnungen mehr, hinten ein Spoiler, ein Diffusor und fertig ist das Glanzstück. Glänzend präsentiert sich der Kühlergrill und das RS3 Logo wird vermutlich im Rückspiegel der anderen Verkehrsteilnehmer das Überholprestige unterstreichen.

Ansonsten ist der RS3 natürlich ein A3 und basiert somit auf dem Konzern-Baukasten, sprich der RS3 (egal ob als RS3 Limousine oder als RS3 Sportback) hat auch (optional) die ganzen Assistenten an Bord. Tempomat, Spurhalte, teilautonomes Fahren, Kameras hier und dort… alles wie aus dem Bilderbuch.

Beim NEFZ-Verbrauch von 8,3 Liter auf 100 km musste ich allerdings schmunzeln, wer den Wert mit einem 400 PS starken RS3 schafft, der ist eine Spaßbremse. So ein Fahrzeug kauft man sich nicht um die Umwelt zu schützen oder um Kraftstoff zu sparen. So ein Fahrzeug gönnt man sich, um auf der Strecke von A nach B noch zu spüren, dass hinter dem Lenkrad ein Mensch sitzt der Benzin im Blut hat.

Beim Fünfzylinder-Klang stellen sich die Nackenhaare hoch, bei der Beschleunigung bekommt man das kribbeln im Bauch. Dafür sind diese Fahrzeuge gebaut, aber sicherlich nicht um möglichst sparsam von A nach B zu kommen, dafür gibt es Derivate. Genügend. Ausreichend. Ich mag solche Exoten.


Was kostet der neue RS3? Unter dem Label „Audi Sport“ geht es mit dem RS 3 Sportback und der RS 3 Limousine ab April 2017 los. Auf dem Markt kommen die beiden Modelle erst im August 2017, somit schon fast zu spät für diese Saison. Der Audi RS 3 Sportback wird mindestens 54.600 Euro kosten, für die Audi RS 3 Limousine muss man mindestens 55.900 Euro investieren. Dafür bekommt man einen 5-Zylinder und kein kleine Luftpumpe.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann möchte ich persönlich (wohlwissend, dass wir die Umwelt schützen und für unsere Nachkommen lebenswert erhalten müssen) das Ende von solchen Fahrzeugen nicht erleben. Durch die minimalen Verkaufszahlen, werden sie die Umwelt schon nicht mehr belasten als andere, als Ausgleich kann man sich ja noch ein Elektro-Roller für die Kurzstrecken kaufen, oder ein Pedelec…

Fotos: © Audi 2017

Mercedes-Maybach G650 Landaulet – Realer Unsinn oder leider geil?

Das meiner Meinung nach unsinnigste Fahrzeug auf dem Genfer Automobil-Salon 2017 steht am Stand von Mercedes-Benz und wird schneller ausverkauft sein, als jeder andere Luxuswagen der Welt. Der Mercedes-Maybach G650 Landaulet.

Landaulet? Mit der Bezeichnung Landaulet meint man eine teilweise geschlossene Karosserieform deren hinteres Dachteil wie ein Cabriolet komplett geöffnet werden kann. Viele Päpste fuhren als sogenanntes Papamobil ein Landaulet, viele davon fuhren unter einem guten Stern. Berühmt und vermutlich auch bekannt ist ein Typ 600 Pullman-Landaulet.

Doch kommen wir zurück zum Der Mercedes-Maybach G650 Landaulet! Das G verät es! Dieses Mal geht es ein Stück höher. Eine G-Klasse, als Cabrio, als Mischung zwischen Chauffeur-Limousine und Offroader. Streng limitiert auf 99 Stück!

Der Preis ist schon durchgesickert. Ich sag mal so, er wird der teuerste Mercedes sein, den man sich ab Werk kaufen kann. Doch was bekommt man dafür? Zum einen natürlich ein Fahrzeug, welches so garantiert nicht auch beim Nachbar in der Einfahrt steht. Vermutlich müsste der dafür auch die Einfahrt umbauen, denn die Mischung aus Mercedes-Benz G-Klasse und Mercedes-Maybach ist 5,34 Meter lang, 2,19 Meter breit und 2,23 Meter hoch. Der Radstand beträgt satte 3,42 Meter. Der Mercedes-Maybach G650 Landaulet ist also fast so lang wie zwei aktuelle smart fortwo Modelle, hat eine Bodenfreiheit von 438 mm und wiegt 3,7 Tonnen.

 

Was für ein Gefährt! 99 Luftballons? 99 Meisterwerke! Unter die Haube kommen nämlich wunderbare Motoren, das Beste was man derzeitig unter die Haube bekommen kann. Eine Sahneschnitte par execellence. Ein 6 Liter V12 mit Biturbo Aufladung. Die Leistungsdaten sind bekannt. 630 Pferde warten hier unter der Motorhaube bis sie losgelassen werden, das maximale Drehmoment beträgt 1.000 Nm und die Höchstgeschwindigkeit? Okay, hier findet man keine Superlative, denn die wurde – vermutlich aus sehr guten Gründen – auf Tempo 180 km/h begrenzt.

 

Ist das eigentlich ärgerlich, wenn man von einem Kleinwagen überholt wird, während man in einem vermutlich knapp 750.000 Euro teuren Fahrzeug sitzt und dabei über die Autobahn chauffiert wird? Vermutlich nicht, man macht sich eher gerade Gedanken darüber welches Spielzeug man sich als nächstes holt, oder? Ich frag ja nur! Wird mir vermutlich nie passieren, dass ich in die Verlegenheit kommen. Hinten regiert der pure Luxus. Die beiden Passagiere trohnen auf Einzelsitzen, zwei TFT-Displays sorgen für die Onboard-Unterhaltung. Fehlt eigentlich nur noch jemand der zwischendurch kühle Getränke bringt, doch der Bereich zum Chauffeur ist abgetrennt, dafür gibt es beheizbare und kühlbare Getränkehalterungen Die hinteren Passagiere freuen sich über den großen Radstand, den sie spürbar bei der Beinfreiheit spüren.

Der Mercedes-Maybach G650 Landaulet ist, nur in vier Karosseriefarben erhältlich. Neben designo mystic white 2 bright, designo mocha black metallic, designo sea blue metallic gibt es auch noch monza grey magno. In den Radkästen drehen sich stattliche 22 Zöller und das Softop gibt es in den Farben chocolate dark brown, tonal Beige und black…

 

…der teuerste Mercedes-Benz, Verzeihung: Der teuerste Mercedes-Maybach! Der pure Luxus, wie gesagt, ich würde darauf wetten, dass die 99 Fahrzeuge schneller verkauft sind als Karten für ein WM-Finale. Mit dem G650-Landaulet bringt Mercedes-Maybach nach der S-Klasse und dem S-Klasse Cabriolet das dritte Modell der Marke Maybach auf den Markt und er wird ein Erfolg, ob ihr es glaubt oder nicht! Auf Großwildjagd wird man mit dem Gefährt sicherlich nicht gehen, der Kofferraum ist dafür ja viel zu klein, eher wird man selbst von Paparazzi gejagt, denn in so einem Fahrzeug kann nur ein Star sitzen.

Wir bereiten uns hier im Blog also auch schon so langsam auf den Genfer Automobil-Salon vor und werden euch weitere Highlights präsentieren. Bleibt dank GUTSCHILD up 2 date und immer am Puls der Zeit!

Fotos: © Daimler 2017