Wunschkennzeichen ersteigern – In der Schweiz und in den VAE vollkommen normal!

Deutschlands Kommunen haben doch permanent leere Kassen, oder? Warum sich nicht einfach mal eine Idee aus anderen Ländern schnappen? Leichter kann man vermutlich kein Geld verdienen als mit der Versteigerung von besonderen Wunschkennzeichen.

In der Schweiz, genauer gesagt im Kanto Wallis, hat nun jemand das Kennzeichen „VS-1“ für sagenhafte 160.100 Schweizer Franken ersteigert. Umgerechnet sind das zum aktuellen Kurs knapp 159.000 Euro. Fast 160.000 Euro für ein kurzes Wunschkennzeichen. Zugegeben, dass war das höchste Gebot welches in der Schweiz jemals für ein Nummerschild abgegeben wurde, aber in Deutschland gibt es ja nicht einmal die Möglichkeit.

Wunschkennzeichen per Versteigerung – leider in Deutschland nicht möglich…

Die örtliche Zeitung, der „Walliser Bote“ hat online berichtet, dass der Bieter „Matrans“ erst knapp vor Auktionsschluss den bis dato Höchstbietenden um 100 Franken überboten hatte.

…und wer hat es erfunden? Die Schweizer! Die haben nämlich erkannt, dass es für besondere Nummernschilder eine Zielgruppe gibt. Autolieberhaber, die ihre besonderen Schätzchen mit aussergewöhnlich – in der Regel kurzen – Kennzeichen schmücken wollen.

Win-Win-Situation. Während die, in der Regel vermögenden, Auto-Fans sich das Wunschkennzeichen ersteigern, füllen die ungeplanten – und vor allem nicht vorherhsehbaren – Einnahmen die Haushaltskasse der Kanto Wallis auf.

Aktuell laufen, wenn die Servier nicht gerade wieder zusammenbrechen, die Versteigerungen für die Auto-Kennzeichen VS12, VS103, VS15251, VS16561 und VS194491 sowie für das Motorradkennzeichen VS1. Wer die Kennzeichen ersteigert bleibt allerdings anonym, die offizielle Übergabe erfolgt erst bei der Zulassung des Fahrzeuges und den Käufern bleibt es überlassen ob man Sie es öffentlich machen möchten. Das Motorradkennzeichen VS-1 steht jetzt bereits bei 12.000 Franken, das Kennzeichen VS 12 steht bei 15.100 Franken. Die Einnahmequelle funktioniert also weiterhin.

Übriges ist das kein Einzelfall, so berichtet der „Express“, dass in Zürich jedes Jahr 2,5 Millionen Franken durch die Versteigerungen eingenommen werden und auch die Höhe ist kein Einzelfall. Das Kennzeichen „SG-1“ hat, genauso wie das Kennzein „TI-10“, 135.000 Franken eingebracht. 125.800 Euro! Dafür kaufen sich andere eine schöne Eigentumswohnung und wirft man nun mal einen Blick in die Vereinigte Arabische Emirate, dann ist die Summe noch lächerlich gering.

Für das Kennzeichen „F-1“ wurde im Jahr 2008 für 10.000.000 Euro veräussert. Verrückte Welt, oder? Damals wurden insg. 90 Kennzeichen für 89 Millionen Dirham versteigert. Das sind 22 Millionen Euro.

Wie sieht das in Deutschland aus? Hier ist es aktuell nicht möglich, ein Wunschkennzeichen zu ersteigern. Die frei erhältlichen Nummernschilder kosten 10,20 und eine Reservierung schlägt mit 2,60 Euro zu Buche. So kommt wenigstens, fast jeder, zu seinem individuellen Kennzeichen. Wenn man denn überhaupt darauf Wert legt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.