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Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug

Die Anzahl der ausländischen Fahrzeuge ist in den letzten Jahren angestiegen, sodass auch die Zahl der Unfälle mit nicht-deutschen Verkehrsteilnehmern höher als vor ein paar Jahren ist. Bei durchschnittlich über zwei Millionen registrierten Unfällen auf deutschen Straßen ist ein Unfall mit einem Fahrzeug aus dem Ausland oftmals mit hohen Hürden verbunden. Neben den sprachlichen Schwierigkeiten,ist die Versicherungslage bei dem Unfallbeteiligten von entscheidender Bedeutung für den Umgang mit dem Unfall.

Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug

Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug

Was mache ich bei einem Unfall mit einem Ausländer?

Bei einem Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug ist das Deutsche Büro Grüne Karte für die Abwicklung von Haftpflichtfällen verantwortlich und zuständig. Kontaktieren Sie die zuständige Stelle in jedem Fall, insofern bei dem Unfall ein Ausländer beteiligt ist.

In dieser Konstellation ist die Einreichung der folgenden Unterlagen erforderlich:

  • ✅ die internationale Versicherungskarte beziehungsweise das Kennzeichen des ausländischen Fahrzeugs im Original, als Durchschrift oder als Kopie
  • ✅ die Aufnahme des Unfalls durch die Polizei oder in einem schriftlichen Protokoll durch die Unfallgegner und potenzielle die Zeugen

Das Deutsche Büro Grüne Karte übernimmt bei einem Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug die Abwicklung des Schadensfalls wie ein klassisch inländischer Haftpflichtversicherer in Deutschland. Der Unfallverursacher aus dem Ausland kann sich dabei ebenfalls an das Büro wenden, um Sprachbarrieren zu reduzieren und das Schadensereignis vollständig und verbindlich abzuwickeln. Dank der im Regelfall vorliegenden Korrespondenzabkommen zwischen den deutschen und ausländischen Versicherungsunternehmen leitet das Deutsche Büro Grüne Karte die Schadensfälle üblicherweise an teilnehmende Versicherer weiter.

Für eine schnelle und unbürokratische Regulierung des Schadens nehmen 46 europäische beziehungsweise Anrainer-Staaten des Mittelmeerraumes an der Grünen Karte teil.

Warum gibt es eine separate Institution, die Unfälle mit einem ausländischen Fahrzeug abwickelt?

Ist der Unfallverursacher aus dem Ausland, kommt im Regelfall das Deutsche Büro Grüne Karte zum Einsatz. Da sich die Regulierungsvorgänge von Land zu Land im Fall von Versicherungsfällen unterscheiden, kümmert sich das Deutsche Büro Grüne Karte um alle relevanten Vorgänge in einem Schadensfall. Das Büro entschädigt die Unfallgegner und setzt sich mit dem Versicherer aus dem Ausland in Verbindung. Im Regelfall gelten in allen Herkunftsländern Europas Versicherungspflichten für die Teilnahme am Straßenverkehr, sodass die Versicherungen des Unfallverursachers aus dem Ausland kontaktiert werden.

Unfall mit einem ausländischen Auto

Unfall mit einem ausländischen Auto

Um bei einem Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug oder im Ausland die verschiedenen Rahmenbedingungen und variierende Haftungssysteme bestmöglich und transparent abzuwickeln, wurde die Internationale Grüne Versicherungskarte entwickelt. Bei diesem einheitlichen Zertifikat für die Autoversicherungen handelt es sich um einen zentralen Versicherungsnachweis, der die Einreise erleichtert. Durch den Unterausschuss für den Straßenverkehr wurde die Karte im Mai 1948 eingeführt. Somit ist kein separater Versicherungsabschluss erforderlich, wenn Sie in ein anderes Land einreisen.

Was passiert bei einem Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug ohne Versicherung?

Bei einem Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug erleichtert eine bestehende Versicherung des Unfallgegners die Abwicklung. Grundsätzlich ist jeder Teilnehmer am deutschen Straßenverkehr zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung verpflichtet, andernfalls begeht der Fahrzeughalter eine Straftat. Insofern ein ausländisches Fahrzeug ohne Versicherung an einem Unfall beteiligt ist, muss der Fahrzeughalter beziehungsweise Fahrer für alle Schäden aufkommen, die durch den Unfall entstanden sind. Je nach Aufwand kann dies zu einer hohen finanziellen Belastung führen. Kann der Fahrer des ausländischen Fahrzeuges nicht für den Schaden aufkommen, ist eine weitergehende Strafverfolgung nicht ausgeschlossen. Insbesondere bei Schäden an Personen können hohe Kosten auf den Unfallverursacher zukommen.

Tipps bei einem Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug?

Grundsätzlich sollten Sie in jedem Schadensfall mit einem ausländischen Fahrzeug die Polizei rufen. Auch bei kleineren Unfällen oder Schäden rät der ADAC immer die Polizei zum Unfallort zu bitten, auch um Streitigkeiten vorzubeugen, die sich gegebenenfalls erst im Nachgang ergeben. Weiterhin sollten Sie bei einem Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug immer Fotos von dem Schadensbild, vom Nummernschild und vom Versicherungsnachweis machen.

Was passiert, wenn bei einem Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug keine Leistungen gezahlt werden?

Nach einer ordnungsgemäßen Abwicklung des Schadensfalls gegenüber der gegnerischen Versicherung oder zu der Korrespondenz-Versicherung in Deutschland ist die Zahlung des Versicherers der nächste Schritt. Erhalten Sie in diesem Fall keine Zahlung, sollten Sie gerichtliche Schritte einleiten und den ausländischen Fahrer oder dessen Versicherung verklagen. Gern beraten wir Sie in dieser Konstellation, um den erfolgversprechenden Weg zu wählen. Erfolgte die Bearbeitung durch das Deutsche Büro Grüne Karte, können Sie im Zweifelsfall auch den Verein verklagen. Einen in Deutschland beauftragten Versicherer können Sie nicht verklagen. Bei einem Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug ist der Ausländer in der Regel verpflichtet, etwaige Kosten für den Rechtsanwalt des Unfallbeteiligten zu bezahlen. Bei einer vorhandenen Verkehrsrechtsschutzversicherung ist diese bei entsprechender Geltendmachung des Schadens ebenfalls verantwortlich für die Abwicklung.

Wie hat sich die Situation seit des Ukraine-Krieges entwickelt?

Viele vermuten, dass die Anzahl der Unfallverursacher aus dem Ausland seit der steigenden Anzahl an Flüchtlingen aus der Ukraine deutlich gestiegen ist. Grundsätzlich besteht in der Ukraine ebenfalls die Verpflichtung zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung für das Kraftfahrzeug. Im November des Jahres 2022 lag die Zahl der registrierten Unfälle mit der Verursachung durch ein Fahrzeug aus der Ukraine bei circa 1.700. Die Anzahl der Fälle ohne Versicherungsschutz lag bei 133, sodass die Quote deutlich unter 10 % liegt. Um die bürokratischen Hürden zu minimieren, kam es zur Digitalisierung und Optimierung der Abläufe. Mittlerweile sind die Grünen Karten für Ukrainer auch online zu erhalten, was vor dem Krieg nicht der Fall war. Alternativ zu der Grünen Karte ist der Abschluss der Grenzversicherung zwingend, um die bestehende Versicherungspflicht einzuhalten.

Fahren mit abgelaufenem Saisonkennzeichen!

Bereits seit dem Jahr 1997 gibt es die Option, ein Saisonkennzeichen zu nutzen. Wenn Sie Ihr Fahrzeug nicht gesamte Zeit fahren wollen, lohnt sich die Option eines Saisonkennzeichens. Sparen Sie sich hohe Gebühren mit einem Saisonkennzeichen, wenn Sie das Auto nicht im gesamten Jahr fahren wollen.

Fahren mit abgelaufenem Saisonkennzeichen!

Fahren mit abgelaufenem Saisonkennzeichen!

Was ist ein Saisonkennzeichen und was sind die Vorteile?

Bei einem Saisonkennzeichen ist das lästige An- und Abmelden nicht mehr erforderlich. Sie suchen sich nach Ihrem Bedarf aus, von wann bis wann Sie Ihr Kraftfahrzeug nutzen wollen. Die Wahl kann immer auf den vollen Monat entfallen und wird mit der Angabe der Ziffer für den Monat auf dem Kennzeichen dargestellt. Bei Gutschild.de finden Sie günstige und hochwertige Saisonkennzeichen! Bei den Ziffern 4 bis 10 bedeutet es, dass Sie das Fahrzeug vom 01.04. des Jahres bis 31.10. des betreffenden Jahres fahren dürfen. In der restlichen Zeit des Jahres darf das Fahrzeug mit Saisonkennzeichen nicht am Straßenverkehr teilnehmen.

Die Vorteile bei einem Saisonkennzeichen sind:

  • ✅ keine Anmeldung und Abmeldung erforderlich
  • ✅ Kfz-Steuer nicht für die betreffenden Monate
  • ✅ Kosten für die Versicherung nur für den Nutzungszeitraum
  • ✅ bereits ab zwei Monaten möglich

Was ist der Unterschied eines Saisonkennzeichens zu einem Wechselkennzeichen?

Bei einem Wechselkennzeichen sind zwei verschiedene Fahrzeuge betroffen. Sie können zum Beispiel zwischen zwei Kraftfahrzeugen wählen und diese wechselweise nutzen. Bei einem Saisonkennzeichen ist immer ausschließlich ein Fahrzeug betroffen, welches für den fixierten Zeitraum genutzt werden darf.

Die Saisonkennzeichen bei Gutschild.de

Bei Gutschild.de finden Sie hervorragende Saisonkennzeichen mit einer langen Haltbarkeit und unter Einhaltung der EU-Norm. Bei uns erhalten Sie ein Saisonkennzeichen für ein Auto oder ein Motorrad bereits für 19,95 €. Gern beraten wir Sie bei Gutschild.de zu allen Fragen rund um Ihr Saisonkennzeichen von Montag bis Sonntag!

Bei uns finden Sie die folgenden Arten von Saisonkennzeichen:

Was passiert, wenn Sie mit einem abgelaufenem Saisonkennzeichen fahren?

Fahrten mit einem abgelaufenen Saisonkennzeichen führen zu hohen Strafen! Achten Sie bei der Beantragung Ihres Saisonkennzeichens, genau auf den Zeitraum. Fahren Sie Ihr Kraftfahrzeug ausschließlich in dem auf dem Kennzeichen fixierten Zeitraum.

Mit einem abgelaufenem Saisonkennzeichen fahren

Mit einem abgelaufenem Saisonkennzeichen fahren

Fahren Sie Ihr Fahrzeug außerhalb des Zeitraumes des Saisonkennzeichens, begehen Sie einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Auch Fahrten in die Werkstatt oder zur Überführung bilden keine Ausnahme. Lassen Sie Ihr Fahrzeug in jedem Fall auf einem eigenen Parkplatz stehen.

Bei den Fahrten außerhalb des Gültigkeitszeitraumes gibt es zwei Arten von Strafen, die in der Bußgeldtabelle festgelegt sind:

  • ✅ Außerhalb des Zeitraumes der Zulassung das Fahrzeug in Betrieb genommen – 50 €.
  • ✅ Fahrzeug außerhalb des Zeitraumes auf einer öffentlichen Straße abgestellt – 40 €.

Weiterhin müssen Sie mit Kosten für das Abschleppen des Autos rechnen, da eine weitere Nutzung nicht gestattet ist. Für beide Vergehen sind zudem bis zu 3 Punkte in Flensburg fällig.

Parallel zu der Strafe für die Nutzung des Autos mit abgelaufenem Saisonkennzeichen kann bei einem Unfall ein weiterer hoher finanzieller Schaden entstehen. Bei einer Fahrt mit einem abgelaufenem Saisonkennzeichen spielt es keine Rolle, wer der Unfallverursacher ist.

Das Fahrzeug ist in diesem Zeitraum zwar grundsätzlich versichert, aber die Versicherung muss in dieser Konstellation nicht für die Schäden aufkommen. Da Sie ein Vergehen begehen, haften Sie mit Ihrem Privatvermögen für sämtliche Personen- und Sachschäden. Weiterhin ist es unerheblich, ob Sie für den Schaden verantwortlich sind. Die Haftung liegt immer bei dem Fahrer des Fahrzeuges mit abgelaufenem Saisonkennzeichen, da dieser nicht am Straßenverkehr hätte teilnehmen dürfen.

Das Parken von Fahrzeugen mit abgelaufenen Saisonkennzeichen

Achten Sie bei der Wahl Ihres Parkplatzes auf einen sicheren Ort außerhalb öffentlicher Bereiche. Öffentliche Parkplätze oder Straßen fallen als möglicher Parkplatz weg. Bestenfalls haben Sie ein privates Grundstück, auf dem Sie Ihr Fahrzeug sicher und über den Zeitraum abstellen können.

Bei der Anmietung eines externen Stellplatzes mit einem Mietvertrag sollten Sie genau auf die Inhalte achten. In einigen Stellplatzverträgen ist schriftlich fixiert, dass nur zugelassene Fahrzeuge auf dem Stellplatz stehen dürfen. In diesem Fall können Sie den Stellplatz mit abgelaufenem Saisonkennzeichen nicht nutzen.

Weitere wichtige Aspekte rund um das Saisonkennzeichen

Bei der Nutzung eines Fahrzeuges mit einem Saisonkennzeichen für weniger als sechs Monate verbessert sich die Schadensfreiheitsklasse bei der Versicherung nicht. Beträgt der Nutzungszeitraum des Fahrzeuges mit dem Saisonkennzeichen mehr als sechs Monate, profitiert der Versicherungsnehmer von einer Verbesserung der Schadensfreiheitsklasse, wenn kein Unfall passiert. Wollen Sie ein Saisonkennzeichen für fünf Monate nutzen, kann sich die Verlängerung um einen Monat lohnen. Gern beraten wir Sie bei Gutschild.de zu Ihren Fragen rund um das Saisonkennzeichen.

Fazit:

Bei der Nutzung eines Saisonkennzeichens bieten sich viele Vorteile. Eine Fahrt mit einem abgelaufenen Saisonkennzeichen kann schwerwiegende Folgen haben. Es drohen drei Punkte in Flensburg und Geldstrafen. Noch schlimmer sind die finanziellen Folgen bei einem Unfall. Unabhängig von dem Verschulden haften Sie mit Ihrem privaten Vermögen, da die Versicherungen in diesem Fall nicht für die Kosten aufkommen. Das Parken von einem Fahrzeug mit abgelaufenem Saisonkennzeichen kann sich ebenfalls als schwierig darstellen. Kümmern Sie sich frühzeitig um einen zulässigen Stellplatz außerhalb öffentlicher Bereiche.

Bei Gutschild.de finden Sie hochwertige Saisonkennzeichen zu fairen Preisen. Gern beraten wir Sie auch zu anderen Produkten und allen Fragen rund um das Saisonkennzeichen für Ihr Fahrzeug. Bei Gutschild profitieren Sie von einem brillanten Service und vielfältigen Dienstleistungen rund um Ihr Fahrzeug.

Elektroautos als Firmenwagen

Die Mobilitätswelle hat längst auch Unternehmen erfasst. Immer mehr davon wandeln ihren Fuhrpark langsam um und setzen vermehrt auf Elektrofahrzeuge. Das hat direkt mehrere Gründe. Denn Unternehmen profitieren auf verschiedenen Ebenen: Sie stärken ihr Image als umweltfreundliche Firma, verringern ihre Emissionen und genießen finanzielle Vorteile.

Mit einer E-Flotte können Unternehmen nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch positive Marketingeffekte erzielen. Adobe Stock ©scharfsinn86

Mit einer E-Flotte können Unternehmen nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch positive Marketingeffekte erzielen. Adobe Stock ©scharfsinn86

Wie grün sind Elektroautos wirklich?

Unternehmen, die großen Wert auf Nachhaltigkeit legen, können ihren CO²-Ausstoß mit dem Wechsel von Benzinern zu Elektro-Autos deutlich verringern. Da die Senkung von Emissionen nur eine gemeinsame Kraftanstrengung sein kann, leisten Unternehmen auf diese Weise ihren Beitrag für eine grünere Zukunft.

Vor allem in Kombination mit Ökostrom gelten E-Fahrzeuge als besonders klimafreundlich. Nach der Herstellung erzeugen sie so keine oder kaum noch Emissionen. Ganz ohne CO²-Ausstoß geht es aber noch nicht. Vor allem die Herstellung der Batterien ist nicht besonders umweltfreundlich. Auf ihre gesamte Lebensdauer gerechnet sind E-Fahrzeuge aber dennoch deutlich emissionsärmer als Verbrenner in einer vergleichbaren Fahrzeugklasse.

Darüber hinaus können Sie als Unternehmen mit einem Elektro-Fahrzeug der CO²-Steuer auf Benzin entgehen. Momentan ist anzunehmen, dass sie in Zukunft weiter steigen wird, sodass das Fahren mit Verbrennungsmotor langfristig zum Luxus werden könnte.

Welche positiven Effekte auf das Image des Unternehmens sind zu erwarten?

In manchen Betrieben ist ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen Bestandteil der firmeneigenen Philosophie und des Marketingkonzepts. Dementsprechend wollen sie das auch nach außen transportieren, indem sie beispielweise Elektrofahrzeuge nutzen.

Durch Aufkleber auf der Heckscheibe, auf denen Sätze wie „Wir fahren elektrisch“ zu lesen sind, können Unternehmen ihren Kunden zeigen, dass sie sich um Nachhaltigkeit bemühen. Auch auf der eigenen Webseite lässt sich der elektrische Fuhrpark bewerben.

Da immer mehr Kunden bei der Auswahl von Produkten oder Dienstleistungen auf solche Dinge achten, können Firmen von der Anschaffung von Elektrofahrzeugen in Bezug auf ihr Image also profitieren.

Welche finanziellen Vorteile bieten Elektrofahrzeuge?

Unternehmen können beim Kauf von Elektrofahrzeugen von einer ganzen Reihe von finanziellen Vorteilen profitieren. Auch die Arbeitnehmer haben etwas davon. Wichtige Aspekte sind:

  • ✅ Geringerer geldwerter Vorteil
  • ✅ Zehn Jahre Befreiung von der Kfz-Steuer
  • ✅ Nach Ablauf der zehn Jahre nur 50 % Kfz-Steuer
  • ✅ Bundesweite Förderungen
  • ✅ Regionale Förderungen

Welche Steuervorteile bietet das Elektroauto bei privater Nutzung des Firmenwagens?

Firmenwagen dienen in erster Linie der geschäftlichen Nutzung. Oftmals verschwimmen die Grenzen aber, sodass der Arbeitnehmer oder Firmeninhaber das Fahrzeug auch privat nutzt. Für die Umwelt ist das natürlich von Vorteil. Denn es wird kein zweites Auto angeschafft.

Allerdings entsteht durch diese private Nutzung ein sogenannter geldwerter Vorteil. Diesen müssen Arbeitnehmer oder auch Unternehmer fiktiv auf das eigene Einkommen anrechnen und versteuern.

Üblicherweise verlangt das Finanzamt, dass Sie 1% des Listenpreises des Fahrzeuges zum Zeitpunkt der Erstzulassung pro Monat geltend machen. Bei Elektrofahrzeugen gibt es eine ordentliche Vergünstigung. So dürfen alle Fahrzeuge bis zu einem Listenpreis von 60.000 Euro mit nur 0,25 Prozent angerechnet werden. Bei Elektrofahrzeugen mit einem höheren Preis sind es pro Monat 0,5 Prozent, was immer noch nur die Hälfte des Anteils von Autos mit Verbrennungsmotoren ist.

Von dieser Regelung profitieren Arbeitnehmer, die den geldwerten Vorteil als Arbeitslohn geltend machen müssen. Doch auch Firmeninhaber oder Soloselbstständige, die sich einen Dienstwagen zulegen, können ihren geldwerten Vorteil auf diese Weise senken.

Was ist mit der Kfz-Steuer?

Die Kfz-Steuer bemisst sich normalerweise am Hubraum und am CO²-Ausstoß des Fahrzeugs. Je weniger Emissionen das Auto verursacht, desto weniger Steuern fallen an.

Bei Elektroautos gilt diese Regel nicht. Unternehmen, die sich heute ein Elektrofahrzeug anschaffen, zahlen ab dem Zeitpunkt der Erstzulassung zehn Jahre lang überhaupt keine Kfz-Steuer. Wenn diese Frist abgelaufen ist, spielt das Gewicht des Fahrzeuges eine Rolle. Die Steuer bleibt aber weiterhin 50% günstiger als bei Verbrennern.

Durch Elektroautos lassen sich Kosten für Steuern und Versicherung sparen. Adobe Stock: ©TheSupporter

Durch Elektroautos lassen sich Kosten für Steuern und Versicherung sparen. Adobe Stock: ©TheSupporter

Welche Förderungen bietet der Bund?

Momentan erhält jeder Käufer eines Elektroautos, sofern es auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge steht, einen Umweltbonus. Bei reinen Elektrofahrzeugen können Sie sich auf Fördersummen von bis zu 9.000 Euro pro Fahrzeug freuen. Auch für Plug-in-Hybride gibt es Unterstützung. Hier liegt die maximale Fördersumme bei 6.750 Euro.

Unternehmer können den Umweltbonus online beantragen. Die richtige Anlaufstelle dafür ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Vorher müssen Sie das Fahrzeug aber gekauft und zugelassen haben. Die Anträge werden nach Eingang bearbeitet.

Der Umweltbonus gilt aktuell noch bis Ende 2022 und soll bis 2023 angepasst werden. Dann möchte die Bundesregierung nur noch Wagen bezuschussen, die nachweislich der Umwelt zugutekommen. Dabei wird wahrscheinlich der elektrische Anteil weiter in den Vordergrund rücken.

Außerdem sollen ab dem 01.09.2023 nur noch Privatpersonen in den Genuss des Umweltbonus kommen dürfen. Unternehmen sollten den Antrag also möglichst vorher stellen. Allerdings kann es auch sein, dass sich bis zu diesem Datum wieder einiges ändert oder es eigene Förderprogramme für Unternehmen geben wird.

Behalten Sie die Entwicklung deswegen stets im Auge und informieren Sie sich auf der Webseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sowie bei der KfW.

Über die KfW ist außerdem eine Förderung von Ladestationen für die Aufladung von betrieblich genutzten Elektrofahrzeugen möglich. Bis zu 900 Euro pro Ladepunkt können Unternehmer erhalten. Allerdings laufen die Förderungen der KfW aus, sobald die Fördersumme aufgebraucht ist.

Die Bank rechnet momentan selbst damit, dass das Ende 2022 der Fall sein wird. Sie sollten also schnell handeln, wenn Sie sich dafür interessieren. Die Förderung ist für Unternehmen, Einzelunternehmer, freiberuflich Tätige, kommunale Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Körperschaften gedacht.

Welche regionale Förderprogramme gibt es?

Neben den bundesweiten Förderungen bieten einige Bundesländer und Städte auch individuelle Programme an. Im Jahr 2022 gibt es unter anderem folgende Fördermöglichkeiten:

  • ✅ Baden-Württemberg unterstützt beispielsweise Taxiunternehmen, Mietwagenunternehmen und Carsharing-Unternehmen bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen mit einer Prämie von 3.000 Euro.
  • ✅ Unternehmen mit Firmensitz in München können eine Förderung für Elektroleichtfahrzeuge sowie für eine Beratung zum Thema E-Mobilität beantragen.
  • ✅ In NRW sind Zuschüsse für rein elektrische Nutzfahrzeuge von bis zu 8.000 Euro möglich. Die Förderung gilt beim Kauf, beim Leasing und bei der Langzeitmiete, ist aber an einige Bedingungen geknüpft.
  • ✅ Zu den regionalen Förderungen gehört in vielen Städten auch das kostenfreie Parken für Elektrofahrzeuge, und zwar auch in hochfrequentierten Bereichen und in der Innenstadt. Voraussetzung hierfür ist das Anbringen eines E-Kennzeichens.

Bedenken Sie, dass solche Förderprogramme auslaufen oder durch neue ersetzt werden können. Setzen Sie sich deswegen vor der Anschaffung eines neuen E-Firmenwagens mit den Fördermöglichkeiten in Ihrem Bundesland sowie in Ihrer Stadt auseinander. Eine Beratung zum Thema Umstieg auf Elektromobilität kann vielen Unternehmen helfen und zeitraubende Recherchearbeit überflüssig machen.

Unternehmen können bei der Anschaffung einer E-Flotte von unterschiedlichen Förderungen profitieren. Adobe Stock ©Artūrs Laucis photo

Unternehmen können bei der Anschaffung einer E-Flotte von unterschiedlichen Förderungen profitieren. Adobe Stock ©Artūrs Laucis photo

Lassen sich verschiedene Förderprogramme miteinander kombinieren?

Tatsächlich ist es meist kein Problem, regionale und landesweite Förderungen miteinander zu kombinieren und so den bestmöglichen finanziellen Vorteil zu erzielen. Allerdings sollten Sie dabei die Voraussetzungen für die Bewilligung der einzelnen Fördersummen nicht aus den Augen verlieren.

Um den Umweltbonus zu erhalten, müssen Sie den Wagen bereits gekauft haben. Bei vielen anderen Förderprogrammen sollte die Antragstellung unbedingt vor dem Kauf geschehen. Informieren Sie sich vorher also gründlich, damit Ihnen wichtige Zuschüsse nicht entgehen.

Welche Vorteile bieten E-Autos in Umweltzonen?

Ein weiterer Grund, der für eine E-Flotte spricht, sind Umweltzonen und deren voraussichtliche Entwicklung in der Zukunft. Schon heute gibt es Fahrverbote für einige Dieselfahrzeuge in bestimmten Bereichen. Da gerade bei Firmen häufig Dieselwagen zum Einsatz kommen, müssen Unternehmen oft Routen umplanen und solche Zonen umfahren.

In manchen Gebieten sind beispielsweise Handwerker oder Unternehmen von den Verboten ausgenommen. Das ist jedoch längst nicht überall der Fall. Die Ausnahmen variieren je nach Stadt, sodass Sie bei Kundenterminen oft erst einmal nachschauen müssen, ob Sie mit dem Fahrzeug überhaupt dorthin fahren dürfen.

Sie als Unternehmer müssen außerdem ständig mit einer Änderung der Regeln oder einer Ausweitung der Zonen rechnen. Mit Elektrofahrzeugen gehören solche Probleme der Vergangenheit an. Damit dürfen Sie in jede Umweltzone fahren und werden es voraussichtlich auch noch lange Zeit tun dürfen.

Warum macht es jetzt schon Sinn, auf Elektromobilität umzusteigen?

Der Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell. Ab 2035 dürfen EU-weit gar keine neuen Verbrenner mehr zugelassen werden – es sei denn, sie sind klimaneutral. Firmenfahrzeuge, die Unternehmen vor dem Stichtag gekauft und zugelassen haben, sind davon nicht betroffen.

Allerdings müssen Unternehmen aufgrund des EU-Beschlusses ab 2035 bei neuen Firmenwagen sowieso auf Elektrofahrzeuge oder andere klimafreundliche Alternativen zurückgreifen. Es kann also nicht schaden, sich entsprechend vorzubereiten und die eigene Fahrzeugflotte schon jetzt nach und nach umzustellen, sodass der Umstieg nicht plötzlich kommt.

So können Unternehmen bereits jetzt die notwendige Infrastruktur in Form von Ladeboxen nach und nach aufbauen. Firmen machen sich also zukunftsfähiger, wenn sie schon jetzt den Umstieg wagen.

Eine flächendeckende Infrastruktur in Form von Ladesäulen kann auch einen Anreiz innerhalb des Recruitings neuer Mitarbeiter darstellen. Adobe Stock: ©Artinun

Eine flächendeckende Infrastruktur in Form von Ladesäulen kann auch einen Anreiz innerhalb des Recruitings neuer Mitarbeiter darstellen. Adobe Stock: ©Artinun

Was ist das passende Elektrofahrzeuge für meinen Betrieb?

Tatsächlich hat sich die Auswahl der Elektrofahrzeuge in den letzten Jahren deutlich vergrößert, sodass für ganz unterschiedliche Unternehmen die passenden Modelle bereitstehen dürften. Neben kleinen Pkw gibt es mittlerweile auch Lastfahrzeuge sowie schicke E-Limousinen. Die Reichweite hat sich ebenfalls vergrößert, sodass E-Autos vor allem für den lokalen Einsatz vollkommen ausreichend sind.

Probleme tauchen eher dann auf, wenn regelmäßig sehr lange Strecken zurückgelegt werden müssen. Das Netz an Ladesäulen ist leider noch nicht flächendeckend ausgebaut und auch der Ladevorgang nimmt noch viel Zeit in Anspruch. Für viele Unternehmen kommt deswegen eine vollständige Umstellung auf Elektrofahrzeuge noch nicht infrage.

Abhilfe können allerdings sogenannte Plug-in-Hydride liefern. Diese fahren mit Verbrennungsmotor und mit elektrischer Energie und sind teilweise ebenfalls förderfähig. Gegenüber reinen Elektrofahrzeugen haben sie den Vorteil, dass sie auch lange Strecken problemlos bewältigen. Sobald der Akku leergefahren ist, schalten sie auf den Verbrennungsmotor um.

Welche Art von Elektrofahrzeug für Ihre Unternehmen die Beste ist, richtet sich also nach verschiedenen Faktoren und ist immer eine individuelle Entscheidung.

5- oder 6-Gang-Getriebe – was ist besser?

Lange galt das 5-Gang-Getriebe als Standard. Vor etwa 30 Jahren war es sogar noch ein echter Luxus. Heutzutage laufen viele moderne Fahrzeuge mit 6-Gang-Getriebe vom Band. Einige besitzen sogar schon sieben Gänge oder noch mehr. Doch welche Vorteile bringen die zusätzlichen Schaltmöglichkeiten eigentlich und für wen ist welches Getriebe am besten geeignet?

Viele aktuelle Automodelle verfügen standardmäßig über ein 6-Gang-Getriebe. Adobe Stock: ©benjaminnolte

Viele aktuelle Automodelle verfügen standardmäßig über ein 6-Gang-Getriebe. Adobe Stock: ©benjaminnolte

Wie funktioniert ein Schaltgetriebe?

Um zu verstehen, ob fünf oder sechs Gänge für Ihre Zwecke geeignet sind, sollten Sie zunächst grob verstehen, wie ein Schaltgetriebe funktioniert. Es ist eine der wichtigsten Komponenten des Autos, denn es ist dafür zuständig, das Drehmoment des Motors an die Räder weiterzuleiten. Damit das möglichst effizient funktionieren kann, gibt es verschiedene Gänge, die jeweils eine andere Übersetzung liefern.

Dabei gilt: Je höher die Geschwindigkeit, desto höher sollte auch der Gang ausfallen. Daraus ergibt sich auch, dass mit einer höheren Auswahl an Übersetzungen auch eine feinere Anpassung der Drehzahl an die Geschwindigkeit möglich ist. Grundsätzlich sollte spätestens dann in den nächsthöheren Gang geschaltet werden, wenn die Drehzahl 2.000 übersteigt.

Optimalerweise schalten Sie bei 2.000 bis 2.500 Umdrehungen pro Minute in den nächsten Gang.

Was passiert bei einer zu hohen Drehzahl?

Wird ein Fahrzeug dauerhaft bei zu hoher Drehzahl betrieben, kann das den Motor schädigen und so schneller zu Verschleiß führen. Auf dem Drehzahlmesser eines Fahrzeugs ist meist der Bereich gekennzeichnet, der besonders schädlich für den Motor ist. In der Regel hebt er sich farblich vom Rest der Skala ab.

So können Sie während des Fahrens jederzeit überprüfen, ob Ihr Motor noch mit einer optimalen oder zumindest nicht bedenklichen Drehzahl fährt. Ab welcher Geschwindigkeit Sie hochschalten müssen, kann von Fahrzeug zu Fahrzeug variieren, weswegen es hierfür keine Faustregel gibt. Orientieren Sie sich an der Drehzahl sowie an den Motorgeräuschen.

Welche Getriebearten gibt es?

In Deutschland hat sich das manuelle Schaltgetriebe etabliert. Der Fahrer muss also die Gänge von Hand einlegen und ist so selbst für die Anpassung der Drehzahl und das Schalten zuständig. Dafür betätigt er die Kupplung, um Motor und Getriebe kurz voneinander zu trennen.

In dieser Zeit kann er den Gang wechseln und dann die Kupplung wieder kommen lassen. Alternativ dazu stehen Automatikgetriebe zur Verfügung. Diese übernehmen die Schaltung und führen sie angepasst an die Geschwindigkeit selbstständig durch, was das Fahren deutlich einfacher macht.

Welche Vor- und Nachteile bieten 5-Gang-Getriebe?

Noch immer gibt es auf dem Markt eine große Auswahl an Fahrzeugen mit 5-Gang-Getriebe. Tatsächlich haben sie auch noch ihre Daseinsberechtigung. Denn sie bieten eine Reihe von Vorteilen, die für bestimmte Fahrzeugführer von Interesse sein können.

Ob Sie dazu gehören, können Sie mithilfe dieser Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen herausfinden:

  • ✅ Fahrzeuge mit 5-Gang-Getriebe sind meist günstiger und kommen so auch für PKW-Fahrer mit kleinerem Budget infrage.
  • ✅ Bei hohen Geschwindigkeiten ist mit stärkerem Motorverschleiß, höherem Spritverbrauch sowie einem lauteren Betriebsgeräusch zu rechnen.

Für wen eignen sich Fahrzeuge mit 5-Gang-Getriebe?

Fahrzeuge mit 5-Gang-Getriebe sind heutzutage eigentlich nicht mehr der Standard. sind sie für bestimmte Nutzer nach wie vor sinnvoll. Wer nach einem Stadtfahrzeug sucht, das nur kurze Strecken bei geringen Geschwindigkeiten zurücklegt, kommt mit einem 5-Gang-Getriebe in der Regel gut zurecht.

Der große Vorteil dieser Modelle liegt im Anschaffungspreis. Wer großen Wert auf ein kostengünstiges Fahrzeug legt, kann in diesem Segment durchaus kosteneffiziente und dennoch zuverlässige Fahrzeuge finden.

Auch auf dem Gebrauchtwagen-Markt finden sich aufgrund der zumeist dort angebotenen Modelle älteren Baujahres immer noch überdurchschnittlich viele PKW mit fünf Gängen. Besonders alte Fahrzeuge, die als Oldtimer gelten, können sogar Steuervergünstigungen mit sich bringen. Unter bestimmten Umständen können Sie als Fahrzeughalter das H-Kennzeichen beantragen und damit bei vielen Fahrzeugen einen spürbar geringeren Kfz-Steuersatz zahlen.

Sollten Sie mit dem Auto hingegen regelmäßig lange Strecken über die Autobahn zurücklegen und auch gerne schnell fahren, ist ein 5-Gang-Getriebe keine gute Wahl. Denn in diesem Fall würden Sie überdurchschnittlich viel Sprit verbrauchen, was nicht nur Ihrem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt schadet.

Fahrzeuge mit 5-Gang-Getriebe verbrauchen vor allem bei höheren Geschwindigkeiten mehr Kraftstoff. Adobe Stock: ©unai

Fahrzeuge mit 5-Gang-Getriebe verbrauchen vor allem bei höheren Geschwindigkeiten mehr Kraftstoff. Adobe Stock: ©unai

Welche Vor- und Nachteile liefert ein 6-Gang-Getriebe?

Eigentlich alle Fahrzeughersteller verkaufen serienmäßig Autos, die über sechs Gänge verfügen. Sie sind in verschiedenen Fahrzeugklassen erhältlich, sodass jeder einen Wagen finden dürfte, der seinem Geschmack entspricht. Genauso wie die 5-Gang-Modelle bieten Sie Vor- und Nachteile, die wir übersichtlich für Sie aufgelistet haben:

  • ✅ Autos mit 6-Gang-Getriebe erreichen oft eine höhere Endgeschwindigkeit, verursachen ein leiseres Fahrgeräusch und sparen Kraftstoff durch die optimalere Anpassung der Motordrehzahl.
  • ✅ Sie sind in der Regel teurer als Modelle mit 5-Gang-Getriebe. Zudem ist der sechste Gang im Stadtverkehr überflüssig.

Für wen kommen Autos mit 6-Gang-Getrieb infrage?

Autofahrer, die sehr oft weite Strecken auf der Autobahn zurücklegen, reisen mit einem 6-Gang-Getriebe komfortabler und sparen zudem Geld für Kraftstoff. Denn aufgrund der besseren Abstimmung des Getriebes sinkt der Verbrauch sowie die Geräuschentwicklung. Das macht sich besonders bei hohen Geschwindigkeiten bemerkbar. Das kann ein enormer Kostenvorteil sein, der sich jedoch meist erst ab einer bestimmten Laufleistung pro Jahr wirklich auszahlt. Denn Fahrzeuge mit sechs Gängen finden sich eher im mittleren bis hohen Preissegment.

Hier ist es also sinnvoll, bereits im Vorfeld genau die Vor- und Nachteile abzuwägen und eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Wer beruflich oder privat sehr oft längere Strecken auf der Autobahn zurücklegt, ist mit einem 6-Gang-Getriebe besser beraten. Adobe Stock: ©Song_about_summer

Wer beruflich oder privat sehr oft längere Strecken auf der Autobahn zurücklegt, ist mit einem 6-Gang-Getriebe besser beraten. Adobe Stock: ©Song_about_summer

Sollte ich mir ein Automatik- oder ein manuelles Schaltgetriebe anschaffen?

Nachdem Sie bereits herausgefunden haben, wie viele Gänge Ihr Fahrzeug haben sollte, stellt sich noch die Frage, ob für Sie eher ein Automatik- oder einen Schaltgetriebe infrage kommt.

Der Unterschied liegt dabei bereits im Namen. Beim manuellen Getriebe muss der Fahrer die Gänge über einen Schaltknüppel beim gleichzeitigen Betätigen der Kupplung von Hand einlegen. Dieser Vorgang entfällt bei Automatikschaltungen. Hier schaltet der Motor eigenständig beziehungsweise automatisch ab einer bestimmten Drehzahl in den nächsten Gang. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile:

Welche Vor- und Nachteile bieten manuelle Getriebe?

  • ✅ Der Fahrer entscheidet eigenständig, bei welcher Drehzahl in den nächsthöheren beziehungsweise nächsttieferen Gang geschaltet wird.
  • ✅ So entsteht eine direktere Kontrolle über die Drehzahl und damit auch die Beschleunigung.
  • ✅ Der Schaltvorgang ist jedoch um einiges komplizierter als bei der Automatikschaltung und kann besonders ungeübte Fahrer bei schwierigeren Situationen wie beispielsweise Berganfahrten vor Probleme stellen

Das manuelle Schaltgetriebe verleiht dem Fahrer die volle Kontrolle über das Fahrzeug. Allerdings hat er damit auch die Verantwortung, rechtzeitig zu schalten und so die Drehzahl niedrig zu halten sowie den Motor zu schützen. Das erfordert eine gewisse Übung.

Zudem reagiert jeder Wagen ein wenig anders, beziehungsweise hat unterschiedliche Abstufungen. Dieselfahrzeuge fahren sich beispielsweise ganz anders als typische Benziner. Wer weiß, wie es geht und optimal fährt, kann mit einem manuellen Schaltgetriebe Sprit sparen. Außerdem sind Autos mit manueller Schaltung günstiger in der Anschaffung.

Welche Vor- und Nachteile bieten automatische Getriebe?

  • ✅ Da der Schaltvorgang ohne Zutun des Fahrers erfolgt, kann sich dieser besser auf den Straßenverkehr konzentrieren.
  • ✅ Besonders für ungeübte Fahrer kann das zu einem erhöhten Fahrkomfort sorgen.
  • ✅ Je nachdem, wie die Schaltung reagiert, kann die automatisch ausgewählte Gangart nicht optimal sein (zu hoher Gang verhindert schnelles Beschleunigen nach einem Bremsvorgang)

Fahrzeuge mit Automatikgetriebe bieten einen erstklassigen Fahrkomfort. Sie als Fahrer müssen sich nicht um das Schalten kümmern und können so Ihre ganze Aufmerksamkeit auf den Straßenverkehr richten. Für Bremsen, Lenken und Beschleunigen sind Sie natürlich weiterhin zuständig, werden dabei aber nicht durch ständiges Kuppeln gestört.

Viele automatische Getriebe verfügen aber über eine sogenannte „Tippschaltung“. Damit ist es möglich, jederzeit manuell die Gänge stufenweise über einen Schalter hoch- oder runterzuschalten. Bei vielen Modellen lässt sich zudem über einen weiteren Schalter auswählen, ob das Getriebe ausschließlich über diese Tippschaltung bedient werden soll oder nicht.

Zu den Nachteilen gehören der höhere Spritverbrauch im Vergleich zu manuellen Schaltgetrieben und der meist höhere Anschaffungspreis. Auch die Reparaturkosten für ein Automatikgetriebe sind meist wesentlich höher, sollte es hier zu ernsthaften Schäden kommen.

Die meisten Automatikgetribe biete dem Fahrer zusätzlich die Möglichkeit, Gänge manuell umzuschalten – etwa durch seitliches Kippen des Hebels. Adobe Stock: ©Phuri

Die meisten Automatikgetribe biete dem Fahrer zusätzlich die Möglichkeit, Gänge manuell umzuschalten – etwa durch seitliches Kippen des Hebels. Adobe Stock: ©Phuri

Wie viele Gänge werden wir in Zukunft haben?

Wenn eine Vielzahl an Gängen bedeutet, dass sich Drehzahl und Motor besser aneinander anpassen lassen, wäre anzunehmen, dass in Zukunft immer mehr Gänge zur Verfügung stehen werden. Experten zweifeln aber daran, dass sich der Aufwand für die Entwicklung dieser Getriebe wirklich lohnen würde.

Denn ab einer gewissen Gang-Zahl scheint der effektive Nutzen immer geringer zu werden. Dementsprechend ließe sich nur noch unwesentlich mehr Sprit sparen. Das hängt damit zusammen, dass sich mit der Anzahl an Gängen auch der Hubraum des Autos vergrößern muss. Dementsprechend steigen Gewicht und der Verbrauch.

Die Ersparnis, die durch die optimierte Drehzahl erreicht werden kann, gleicht sich dadurch praktisch wieder aus oder fällt enorm gering aus. Dennoch wird sich die Zahl der Gänge wohl erst einmal steigern. Denn schon heute gibt es Automatikgetriebe, die sieben, acht oder neun Gänge besitzen und so die mittlerweile gängigen 6-Gang-Getriebe übertreffen.

Neun Gänge lohnen sich meist noch. Alles, was darüber hinaus geht, ist aber umstritten.

Aus Marketing- und Wettbewerbsgründen kann es natürlich dennoch dazu kommen, dass Sie in Zukunft auch Fahrzeuge mit 10, 12 oder noch mehr Gängen kaufen können. Hinsichtlich der Lautstärkeentwicklung dürften diese sogar nach wie vor Vorteile gegenüber Modellen mit weniger Gängen bieten. Ob sich für Kunden aber der Mehrpreis für solche Fahrzeuge wirtschaftlich lohnt, bleibt abzuwarten.

Fazit: Wie viel Gänge sollte mein Wagen haben?

Ob Sie sich für ein Fahrzeug mit fünf oder sechs Gängen entscheiden, sollten Sie vor allem von Ihrer individuellen Fahrweise und der primären Nutzung des Wagens abhängig machen. Fahren Sie vorzugsweise kurze Strecken innerorts und nur gelegentlich über die Landstraße sind fünf Gänge vollkommen ausreichend für Sie. Wenn Sie jede Woche von Termin zu Termin hetzen und dabei quer durch Deutschland fahren, ist das 6-Gang-Getriebe Ihre Wahl! Weitere Aspekte wie die Art des Getriebes und der Kaufpreis des Wagens sollten Sie natürlich ebenfalls in der Kaufentscheidung berücksichtigen.

Aquaplaning: Wie entsteht es und wie verhalte ich mich richtig?

Wenn das Fahrzeug auf der Fahrbahn zu schwimmen scheint und es weder auf die Lenkung noch auf die Bremse reagiert, handelt es sich um einen klaren Fall von Aquaplaning. Aufgrund des Kontrollverlusts über das schwere Fahrzeug ist die Unfallgefahr jetzt riesig. Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern, der Leitplanke, Brückenpfeilern und vielen anderen Hindernissen sind aufgrund des fehlenden Grips auf der Fahrbahn viel wahrscheinlicher.

Aus diesem Grund sollten alle Autofahrer genau wissen, wie sie Aquaplaning erkennen, wie sie sich richtig verhalten und wie sie dem Phänomen am besten vorbeugen können. Das erhöht nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer. Darüber hinaus ist es für viele Autofahrer interessant zu wissen, wer im Schadensfall haftet und welche Versicherungen hilfreich sein können. Wir klären Sie über all diese Dinge auf und geben Ihnen eine ganze Reihe von wertvollen Tipps mit an die Hand.

Aquaplaning ist äußerst tückisch, da sich das Auto nicht mehr gänzlich kontrollieren lässt. Adobe Stock: ©Stephane Bonnel

Aquaplaning ist äußerst tückisch, da sich das Auto nicht mehr gänzlich kontrollieren lässt. Adobe Stock: ©Stephane Bonnel

Wie entsteht Aquaplaning?

Aquaplaning hat mehrere Ursachen. Meist ist ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren dafür verantwortlich. Doch bevor wir Ihnen diese erläutern, möchten wir Ihnen zunächst erklären, was beim Aquaplaning genau passiert und wie es dazu kommt, dass das Fahrzeug praktisch auf der Fahrbahn schwimmt.

Was geschieht beim Aquaplaning?

Wasser auf der Fahrbahn ist eine Grundvoraussetzung für Aquaplaning. Dennoch führt nicht jeder Regenguss sofort zu dem gefürchteten Ereignis. Denn die Reifen verdrängen das Wasser normalerweise in einem ausreichenden Maße. Es fließt dann rechts und links an den Reifen vorbei.

Bei sehr hohen Wassermengen und einer dichten Wasserschicht auf der Fahrbahn funktioniert das nicht mehr richtig. Dann entsteht ein Wasserkeil, der sich schließlich auch unter die Reifen schiebt. Infolgedessen können sie die Bodenhaftung verlieren. Dieser Verlust macht es Fahrern unmöglich zu bremsen oder zu lenken, denn dafür brauchen die Reifen echten Kontakt mit der Straße.

Beim Motorradfahren kommt es nicht ganz so schnell zum Aquaplaning. Dennoch sollten auch Zweiradfahrer bei nassem Wetter vorsichtig fahren oder die Maschine vielleicht sogar zu Hause stehen lassen.

Welche Rolle spielen die Reifen?

Große Wassermengen sind nicht die einzigen Ursachen für Aquaplaning. Einen wichtigen Faktor stellen die Reifen dar. Sie können das Aquaplaning abhängig von ihren Maßen und ihrer Beschaffenheit wahrscheinlicher machen.

Breite Reifen neigen beispielsweise viel stärker zum Verlust der Bodenhaftung. Das liegt daran, dass sie es naturgemäß schwerer haben, das Wasser zu den Seiten zu verdrängen. An schmaleren Reifen gleitet es hingegen leichter rechts und links vorbei.

Inwiefern sind die Straßen für Aquaplaning verantwortlich?

Auch die Beschaffenheit der Straßen kann Aquaplaning wahrscheinlicher machen. Denn gerade auf stark befahrenen Straßen, die große Spurrinnen aufweisen, sammelt sich Wasser viel schneller an. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Straße kaum Neigung aufweist, sodass das Wasser nicht nach rechts oder links abfließen kann.

Doch selbst auf Straßen mit optimaler Beschaffenheit kann es bei ausreichend Regen und hoher Geschwindigkeit zu Aquaplaning kommen. Deswegen ist bei starkem Regen stets Vorsicht geboten.

Wie wirkt sich die Geschwindigkeit aus?

Zu hohe Geschwindigkeiten können in Kombination mit einer nassen Fahrbahn ebenfalls schneller zu Aquaplaning führen. Grundsätzlich sollten Sie die Geschwindigkeit bei nasser Fahrbahn und starkem Regen auf unter 80 km/h drosseln.

Wird diese Grenze überschritten, gilt die Wahrscheinlichkeit für Aquaplaning als sehr viel höher. Deswegen tritt das Phänomen vor allem auf Bundesstraßen und Autobahnen auf. Doch sogar bei niedrigeren Geschwindigkeiten kann es zum sogenannten Aufschwimmen der Reifen kommen. Das ist vor allem bei besonders großen Wassermengen und abgefahrenen Reifen der Fall.

Bei Aquaplaning gilt es unter anderem, die Geschwindigkeit zu reduzieren, wobei nicht die Bremse betätigt werden sollte. Adobe Stock: ©Kim

Bei Aquaplaning gilt es unter anderem, die Geschwindigkeit zu reduzieren, wobei nicht die Bremse betätigt werden sollte. Adobe Stock: ©Kim

Wie verhalte ich mich bei Aquaplaning?

Wenn Sie merken, dass Sie auf der Fahrbahn schwimmen und keine Kontrolle mehr über Ihr Fahrzeug haben, müssen Sie sofort richtig handeln, um Schlimmeres zu verhindern. Folgende Verhaltensweisen sind der Situation angemessen:

  • Vom Gas gehen: Eine Geschwindigkeitsreduzierung nimmt Wucht aus eventuellen Zusammenstößen mit anderen Fahrzeugen oder der Leitplanke. Bleiben Sie ruhig, nehmen Sie den Fuß vom Gas und kuppeln Sie gegebenenfalls den Motor aus. Wenn Sie einen Automatikwagen fahren, sollten Sie die Fahrstufe beibehalten.
  • Nicht bremsen: Aufgrund der fehlenden Bodenhaftung ist das Bremsen während des Aquaplanings nicht möglich. Die Bremse sollte dennoch nicht betätigt werden. Falls die Räder für ein paar Sekunden wieder Bodenhaftung erlangen, kann es ansonsten zu einem ruckartigen Abbremsen und dadurch zu Unfällen kommen.
  • Nicht lenken: Die Räder sollten parallel zur Straße verlaufen. Halten Sie das Lenkrad fest, auch wenn Sie abdriften. Gegenlenken mag bei einem Abdriften des Fahrzeugs der erste Instinkt sein, bringt aber meist wenig und kann die Situation sogar verschlimmern.
  • Nicht beschleunigen: Auf keinen Fall sollte die Geschwindigkeit erhöht werden, auch wenn Sie glauben, auf diese Weise schneller aus der Gefahrenzone zu gelangen.
  • Abblendlicht einschalten: Machen Sie sich und Ihr Fahrzeug für andere Verkehrsteilnehmer deutlich sichtbar. Selbst tagsüber ist das Abblendlicht sinnvoll. Denn gerade bei schlechten Wetterverhältnisse verschwimmen Fahrzeuge oft optisch mit Regen und Gischt.

Sobald die Reifen wieder Grip bekommen und Sie die Kontrolle über den Wagen zurückerlangt haben, fahren Sie vorsichtig bei niedriger Geschwindigkeit weiter. In Abhängigkeit von den Wetterverhältnissen sollten Sie überlegen, ob Sie weiterfahren oder eine Pause einlegen. Da Aquaplaning durchaus beängstigend sein kann, ist es oft empfehlenswert, eine Rast zu machen und wieder ein wenig herunterzukommen.

Reifen mit einer guten Profiltiefe haben eine bessere Bodenhaftung. Adobe Stock: ©Gina Sanders

Reifen mit einer guten Profiltiefe haben eine bessere Bodenhaftung. Adobe Stock: ©Gina Sanders

Wie kann ich Aquaplaning vorbeugen?

Umsichtiges Fahren ist vor allem bei ungünstigen Wetterlagen von großer Bedeutung. Damit Sie gar nicht erst in die Situation geraten, sollen Sie bei Regen und/oder nasser Fahrbahn stets die Augen offenhalten. Außerdem empfiehlt es sich nicht in den tiefen Spurrillen einer Straße, sondern versetzt dazu zu fahren. Doch auch durch die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und der regelmäßigen Wartung des eigenen Fahrzeugs kann das Risiko von Aquaplaning verringert werden.

Welche Warnsignale gibt es?

Es gibt eine Reihe von Indikatoren, die Aquaplaning ankündigen. Sollten diese auftreten, verlangsamen Sie am besten Ihre Geschwindigkeit oder machen eine kleine Pause am Straßenrand. Besondere Vorsicht gilt in folgenden Situationen:

  • ✅ Starkregen kann häufig zu Aquaplaning führen. Fahren Sie umsichtig und stellen Sie das Radio leiser, damit Sie Warngeräusche besser wahrnehmen.
  • ✅ Lautes Rauschen oder andere Wassergeräusche können ein Hinweis für die Gefahr von Aquaplaning sein.
  • ✅ Auffällige Gischt an den Rädern der Fahrzeuge vor Ihnen, ist ebenfalls ein Warnsignal.
  • ✅ Wenn sich das Lenkrad spürbar schlechter lenken lässt, ist Vorsicht angesagt.

Wie kann ich mein Fahrzeug vorbereiten?

Gut profilierte Reifen haben eine bessere Bodenhaftung. Laut Straßenverkehrsordnung gelten Reifen mit einer Profiltiefe von unter 1,6 mm als abgefahren. Sie sind im Straßenverkehr nicht mehr zulässig. Eine Zuwiderhandlung kann ein Bußgeld nach sich ziehen.

Eine regelmäßige Kontrolle ist aber auch aus eigenem Interesse ratsam. Damit Sie gar nicht erst Gefahr laufen, die Mindestgrenze zu unterschreiten, sollten Sie die Reifen ab einer Profiltiefe von 3 mm auswechseln. Das verringert auch das Risiko von Aquaplaning. Darüber hinaus sollten die Reifen den optimalen Luftdruck aufweisen.

Wie bereite ich mich selbst auf Aquaplaning vor?

Die Fahrschule ist bei vielen schon ein paar Jahre her. Auch wenn die Schüler dort Grundwissen zum Verhalten bei Aquaplaning erlernen, handelt es sich dabei meist nur um reine Theorie. Die richtigen Verhaltensweisen sind nicht verinnerlicht und von den meisten kaum geübt worden.

Das können Sie ändern, indem Sie an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen. Dort spielt Aquaplaning häufig eine wichtige Rolle. Sie üben gemeinsam mit anderen Teilnehmern die richtigen Verhaltensweisen. Im Ernstfall wissen Sie dann sofort, was zu tun ist. Darüber hinaus können Sie bei einem Fahrsicherheitstraining das richtige Handeln in vielen anderen Gefahrensituationen erlernen, sodass Sie insgesamt ein sicherer Fahrer werden.

Ein Fahrsicherheitstraining ist eine gute Gelegenheit, das Verhalten in Situationen wie dem Aquaplaning zu üben. Adobe Stock: ©elmar gubisch

Ein Fahrsicherheitstraining ist eine gute Gelegenheit, das Verhalten in Situationen wie dem Aquaplaning zu üben. Adobe Stock: ©elmar gubisch

Zahlt die Versicherung bei Schäden durch Aquaplaning?

Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass sich Autofahrer den Witterungsverhältnissen anpassen müssen. Bei Regen ist mit Aquaplaning zu rechnen, weswegen Sie beispielsweise die Geschwindigkeit stark drosseln sollten. Bei besonders starkem Regen müssen Autofahrer sogar anhalten und warten, bis sich die Lage auf den Straßen verbessert hat. Fahren Sie dennoch weiter und verursachen aufgrund dessen einen Unfall, tragen Sie auch die Schuld daran und haften dementsprechend für den Schaden. Versuche, die Gemeinde oder die Stadt aufgrund des schlechten Zustands der Straßen verantwortlich zu machen, scheitern meist vor Gericht. Allerdings gibt es ein paar Versicherungen, die bei Aquaplaning zahlen. Das sind die Kfz-Haftpflichtversicherung und die Vollkasko.

Welche Kosten übernimmt die Haftpflicht?

Als Fahrzeughalter sind Sie verpflichtet, eine Kfz-Haftpflicht für ein zugelassenes Auto abzuschließen. Diese schützt nicht Sie, sondern andere. Wenn Sie also einen Unfall bauen und Schaden an einem anderen Fahrzeug, am Eigentum anderer oder einen Personenschaden verursachen, übernimmt die Kfz-Haftpflicht die Kosten. Für Schäden am eigenen Wagen kommt sie hingegen nicht auf. Der Versicherungsschutz gilt selbstverständlich auch bei Unfallschäden, die durch Aquaplaning entstanden sind.

Für welche Schäden kommt die Vollkasko auf?

Sofern Sie eine Vollkasko abgeschlossen haben, können Sie sich an diese wenden, um die Kosten für Schäden an Ihrem Fahrzeug zu begleichen. Sie zahlen einen individuell vereinbarten Eigenanteil und erhalten den Rest von Ihrer Vollkasko zurück. Allerdings ist der Versicherungsschutz an Bedingungen gebunden.

Beispielsweise müssen Ihre Autoreifen eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen. Wenn das nicht der Fall ist, kann es unter Umständen passieren, dass Sie den Versicherungsschutz verlieren. Das hängt immer von den individuellen Bedingungen Ihrer Versicherung ab. Überprüfen Sie deswegen unbedingt bei Gelegenheit die Profiltiefe Ihrer Reifen, damit Sie im Fall der Fälle nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Welches Automodell ist das richtige?

Der Kauf eines Autos ist eine große Anschaffung, die wohl überlegt sein will. Neben dem Kaufpreis sollten Sie auch die laufenden Kosten wie Spritverbrauch und Kfz-Steuern berücksichtigen. Das Fahrzeug sollte im Alltag gute Dienste leisten, dem eigenen Geschmack entsprechen und der bevorzugten Fahrweise gerecht werden. Doch auch der Komfort der Sitze spielt eine wichtige Rolle. Das gilt vor allem, wenn Sie täglich viel Zeit in Ihrem Auto verbringen und planen, damit längere Strecken zurückzulegen.

Welches Automodell ist das richtige?

Vor der Kaufentscheidung gilt es einige Faktoren zu berücksichtigen. Adobe Stock: ©djile.

Welche allgemeinen Tipps für den Autokauf sind zu beachten?

Damit Sie keine Kurzschlussentscheidung treffen, sondern sich aus rationalen Beweggründen für einen bestimmten Wagen entscheiden, sollten Sie sich beim Autokauf Zeit nehmen.

Schauen Sie sich Fahrzeuge bei den Autohäusern in der Umgebung an und vergleichen Sie die verschiedenen Modelle miteinander. Lassen Sie sich beraten, behalten Sie dabei aber immer im Hinterkopf, dass der Verkäufer seine Autos gerne an den Mann bringen möchte. Bereiten Sie deswegen Fragen zu den Dingen vor, die Ihnen wichtig sind.

Darüber hinaus sollten Sie den Wagen unbedingt Probe fahren. Erst dann bekommen Sie wirklich ein Gefühl dafür, wie bequem die Sitze sind, wie leicht er sich führen lässt oder ob er überhaupt zu Ihnen passt.

Wie hoch darf das Budget sein?

Da die Beantwortung dieser Frage die Auswahl einschränkt, stellt sie einen besonders wichtigen Aspekt der Kaufentscheidung dar. Legen Sie fest, wie hoch der Preis sein darf und entscheiden Sie vor den Verhandlungen mit dem Verkäufer, ob Sie alles sofort zahlen möchten oder eine Finanzierung in Betracht ziehen. Falls Letzteres im Raum steht, sollten Sie ausrechnen, wie viel Eigenkapital verfügbar ist.

Vergessen Sie nicht, dass mit der Anschaffung eines Wagens weitere laufende Kosten auf Sie zukommen, die eine zusätzliche finanzielle Belastung darstellen. Auch hier sollten Sie sich ein Budget setzen.

Planen Sie folgende Kosten ein:

  • Kfz-Steuer: Die Kfz-Steuer ist abhängig vom Hubraum und vom CO2-Ausstoß, kann also je nach Fahrzeugmodell stark variieren.
  • Kfz-Haftpflicht: Sie ist verpflichtend für alle Fahrzeughalter und soll Fremde vor Schäden schützen, die Sie mit Ihrem Fahrzeug verursachen.
  • Wartungskosten: Die Abnahme durch den TÜV kostet beispielsweise Geld. Doch auch für die Instandsetzung und Wartung einzelner Fahrzeugkomponenten müssen Sie Budget einplanen.
  • Weitere Versicherungen: Um sich bei Unfällen finanziell vor hohen Belastungen zu schützen, ist eine Vollkasko- oder zumindest Teilkaskoversicherung ratsam.
  • Energiekosten: Ihr Fahrzeug braucht entweder Kraftstoff oder Strom, um fahren zu können. Der Verbrauch hängt unter anderem von der Größe des Fahrzeugs, des Transportgewichts und der Fahrweise ab.

Was ist besser? Kraftstoff oder Strom?

Vor allem in der heutigen Zeit sollten Sie sich genau überlegen, ob Sie noch in einen Wagen mit Verbrennungsmotor investieren oder sich direkt ein Elektrofahrzeug zulegen. Eine gute Alternative könnte ein Hybrid-Fahrzeug sein, das beides miteinander vereint.

Für wen sind Elektrofahrzeuge geeignet?

Beim Kauf eines Elektrofahrzeuges können Sie noch bis Ende 2022 mit einer Förderung rechnen und so den Anschaffungspreis senken. Sie sind leise im Betrieb, verursachen lokal keine Emissionen und tragen so zu einer besseren Luft in stark befahrenen Gebieten bei.

Wer nach einem umweltfreundlichen Fahrzeug sucht, das vor allem in einem Umkreis von nur wenigen Kilometern eingesetzt wird, trifft mit einem Elektrofahrzeug eine gute Wahl. Voraussetzung ist aber, dass es zu Hause eine Auflademöglichkeit gibt oder dass ausreichend öffentliche Ladesäulen in der Umgebung zur Verfügung stehen.

Da viele Elektrofahrzeuge nur eine kurze Reichweite haben und dann erst einmal aufgeladen werden müssen, sind sie nicht geeignet, um damit tagtäglich lange Strecken zurückzulegen. Hier könnte ein Hybrid eine Alternative sein. Dieser besitzt nach wie vor einen Verbrenner, der einspringen kann, sobald der Akku leer ist.

Für wen kommen Verbrenner infrage?

Wer viel fährt und vor allem das sportliche Fahrvergnügen zu schätzen weiß, ist mit einem klassischen Benziner wahrscheinlich besser beraten. Hinzu kommt, dass Sie mit einem Auto mit Ottomotor verlässlich lange Strecken zurücklegen können.

Wenn Sie also jedes Wochenende von München nach Berlin pendeln, könnte der Verbrenner die bessere Wahl für Sie sein. Allerdings sollten Sie den Verbrauch und den CO2-Ausstoß beim Kauf berücksichtigen. Die Emissionen wirken sich negativ auf die Umwelt aus und können auch die Kfz-Steuer erhöhen.

Dieselmotoren gelten auf langen Strecken als sparsamer, sind aber mittlerweile ein Auslaufmodell. Aufgrund hoher Emissionswerte und dem damit verbundenen negativen Ruf werden immer weniger Dieselfahrzeuge hergestellt. Sollten Sie sich dazu entscheiden, ein gebrauchtes Modell zu kaufen, sollten Sie unbedingt vorher recherchieren, ob es von Dieselfahrverboten in bestimmten Bereichen betroffen ist.

Elektro oder Verbrenner? Automatik oder Schaltung? Diese Entscheidungen sollten Sie vorab treffen.

Elektro oder Verbrenner? Automatik oder Schaltung? Diese Entscheidungen sollten Sie vorab treffen. Adobe Stock: ©Kzenon.

Schaltung oder Automatik?

Hier kommt es darauf an, was Sie bevorzugen. Viele Menschen haben das Autofahren mit einem Schaltwagen gelernt und empfinden das Fahren mit dem Automatikwagen häufig als Kontrollverlust. Wenn das bei Ihnen auch der Fall ist, greifen Sie besser zu einem Schaltwagen.

Doch Automatikwagen haben ebenfalls ihre Vorzüge, denn sie sind deutlich einfacher zu fahren. Wenn Sie umsteigen möchten, fahren Sie am besten einfach Probe und tasten sich an die Automatik langsam heran.

Wie groß sollte das Auto sein?

Umso funktionaler und alltagstauglicher ein Auto ist, desto besser. Nutzen Sie den Wagen nur allein und nehmen höchstens eine weitere Person mit, genügt ein Zweisitzer. Wollen Sie gelegentlich auch weitere Personen mitnehmen, ist vielleicht ein Fünfsitzer mit zwei Türen vorne und einer Heckklappe eine gute Wahl. Wenn aber die Kinder regelmäßig auf der Rückbank vorzufinden sind und unter Umständen sogar ein Kindersitz fest montiert wird, sollte der Wagen schon ein Fünftürer sein.

Auch die Ladefläche ist ein wichtiger Faktor, der mit in die Kaufentscheidung spielt. Wenn Sie vorhaben, mit dem Wagen regelmäßig den Großeinkauf für die Familie zu erledigen oder mit fünf Personen in den Urlaub zu fahren, sollte der Kofferraum ausreichend groß sein. Muss dagegen nur der Aktenkoffer in dem Auto Platz finden, genügt eine kleine Ladefläche.

Stellen Sie sich vor dem Kauf also folgende Fragen:

  • ✅ Wie viele Personen sollen in den Wagen passen?
  • ✅ Wie häufig nehme ich weitere Personen mit?
  • ✅ Wie viele Türen soll das Fahrzeug haben?
  • ✅ Wie groß soll die Ladefläche sein?
Die Größe des Autos und die Fahrzeugklasse hängen vom persönlichen Bedarf ab.

Die Größe des Autos und die Fahrzeugklasse hängen vom persönlichen Bedarf ab. Adobe Stock: ©Nestor.

Welche Fahrzeugklasse ist die richtige?

In Deutschland unterscheidet man zwischen verschiedenen Pkw-Fahrzeugklassen, die vom Kleinstwagen über Mittelklassemodelle bis hin zu Vans und SUVs reichen. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Typen vor.

  • Kleinstwagen: Sie sind die kleinsten Vertreter und werden auch als Minis bezeichnet. Sie sind oft schon günstig zu haben und eher für kurze bis mittlere Strecken geeignet. Für große Familien oder die Urlaubsreise sind sie keine gute Wahl.
  • Kleinwagen: Sie sind ein wenig geräumiger als Kleinstwagen, verfügen aber nach wie vor über ein beschränktes Platzangebot. Dafür sind sie wendig und benötigen im Gegensatz zu größeren Fahrzeugen lediglich eine kleine Parkplatzfläche, was vor allem im Stadtverkehr von Vorteil ist. Ein Urlaub zu zweit ist mit einem Kleinwagen möglich, solange sparsam gepackt wird.
  • Kompaktklasse: Wagen der Kompaktklasse sind oft stärker motorisiert als Kleinst- oder Kleinwagen und bieten dennoch eine gute Wendigkeit und sparsame Maße. In der Regel verfügen sie über ein Schrägheck und haben umklappbare Rückbänke. Dementsprechend lassen sich mit einem Kompaktwagen durchaus der Baumarkteinkauf oder eine kleine Kommode aus dem Möbelhaus transportieren.
  • Mittelklasse: Diese Fahrzeuge schließen die Lücke zwischen der Kompaktklasse und der oberen Mittelklasse. Sie sind schon größer und in verschiedenen Karosserieformen erhältlich. So gibt es bereits Mittelklasse-Wagen als Limousinen. Doch auch Kombis stehen zur Verfügung. Sie sind kleiner als ein Van und größer als Kompakt- und Kleinwagen, dafür aber weniger wendig.
  • Mittelklasse: Diese Fahrzeuge schließen die Lücke zwischen der Kompaktklasse und der oberen Mittelklasse. Sie sind schon größer und in verschiedenen Karosserieformen erhältlich. So gibt es bereits Mittelklasse-Wagen als Limousinen. Doch auch Kombis stehen zur Verfügung. Sie sind kleiner als ein Van und größer als Kompakt- und Kleinwagen, dafür aber weniger wendig.
  • Sportwagen: Ein windschnittiges Design, ein leistungsstarker Motor und eine sportive Fahrweise zeichnen diese Fahrzeugklasse aus. Für den Alltagsgebrauch sind sie meist nicht praktisch genug. Sie eignen sich eher für Sonntagsfahrten.
  • Kleintransporter: Diese kleinen Lastkraftwagen sind mit drei Sitzen ausgestattet und verfügen über einen großen Laderaum. Dementsprechend sind sie für Handwerker und andere Kleinunternehmen von Interesse. Für den Privatgebrauch kommen sie eher nicht infrage. Allerdings bauen immer mehr Menschen Kleintransporter eigenhändig in Camper-Vans um.
  • Vans: Darüber hinaus gibt es Mini-Vans, Kompakt-Vans und Großraum-Vans. Sie zeichnen sich durch einen hohen Innenraum und einen großzügigen Kofferraum aus. Manche Modelle bieten Platz für sieben Personen. Dementsprechend sind sie vor allem als Familienwagen gut geeignet. Sie leisten sowohl im Alltag als auch auf Urlaubsfahrten gute Dienste.
Ein SUV bietet eine hohe Sitzposition und ist insgesamt sehr geräumig.

Ein SUV bietet eine hohe Sitzposition und ist insgesamt sehr geräumig. Adobe Stock: ©jeson.

Welcher Karosserietyp passt zu mir?

Während die Fahrzeugklasse die Größe und die Ausstattung eines Autos bestimmt, sagt sie nicht immer etwas über dessen Form aus. Wenn Ihnen Optik und Straßenlage ebenfalls sehr wichtig sind, sollten Sie sich vor dem Autokauf außerdem überlegen, welcher Karosserietyp für Sie am besten geeignet ist.

Das ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern entscheidet auch über das Platzangebot. Denn im Kofferraum eines Kombis lässt sich in der Regel mehr verstauen als in dem einer Limousine. Sie können beispielsweise zwischen diesen Karosserien wählen:

  • Limousine: Sie versprüht klassischen Charme und zeichnet sich durch eine flache Bauweise und einen Kofferraum aus, der deutlich tiefer als das Dach liegt.
  • Kombi: Das Dach geht in den Kofferraum über, sodass dieser geräumiger ist. Sonst ist der Kombi aber genauso wie die Limousine eher flach gebaut.
  • Coupé: Das Coupé hat eine windschnittige Form, die sich vor allem in dem stark abfallenden Dach und dem fließenden Übergang in den Kofferraum zeigt. Wer Praktisches mit Sportivem verbinden möchte, ist mit dieser Karosserieform gut beraten.
  • Cabrio: Dieser Karosserietyp umfasst alle Fahrzeuge, die ihr Dach öffnen können. Natürlich ist das nur im Sommer von Vorteil, weswegen viele davon als Zweitwagen mit einem Saisonkennzeichnen genutzt werden.
  • SUV: Die Abkürzung steht für Sport Utility Vehicle. Ein solches Fahrzeug bietet eine hohe Sitzposition, die der des Geländewagens ähnelt. Manche von ihnen sind sogar geländetauglich. Tatsächlich sind sie aber eher für den Einsatz im Straßenverkehr geeignet.