Überladung bei Wohnmobil / Reisemobil – teuer und gefährlich!

Wir haben uns vor kurzem den neuen Mercedes-Benz Marco Polo, also das Reisemobil welches auf der aktuellen Mercedes-Benz V-Klasse basiert, einmal näher angeschaut. Ein ausführlicher Mercedes-Benz Marco Polo Fahrbericht wird noch folgen, aber heute wollen wir uns zunächst einmal Gedanken machen über das Thema Zuladung bei Wohnmobilen / Reisemobilen. Denn das Thema Überladung ist durchaus wichtig!

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben.

Vor allem muss man aber auch viel heben, denn gerade in einem Reisemobil / Wohnmobil transportiert man neben dem Reisegepäck ja auch noch etwas Equipment mit zum Urlaubsort.

Überladung / Wohmobil – Reisemobil

Nehmen wir mal an, die Zuladung von einem Reisemobil würde zwischen 535 und 625 kg betragen und man fährt (vernünftig wie man ist) mit zwei Personen in den Campingurlaub. Dann ziehen wir, da schon 68 kg für den Fahrer und 7 kg für sein Gepäck berücksichtigt sind, noch mal gut 100 kg ab damit der Wert auch inkl. Beifahrer passt. Verbleibt also ein Rest von 435 bis 525 kg für alles andere. Das klingt nun erst einmal viel, aber wir rechnen mal weiter.

Nicht nur Anziehsachen wandern bei einem Campingurlaub mit einem Wohnmobil / Reisemobil in den Stauräumen. Dazu gesellen sich ja noch diverse Vorräte, die Campingmöbel wie z.B. Stühle, Campingtisch, Sonnenschirm, eventuell noch eine Markise und alles was man sonst so vor Ort braucht. Bei den Vorräten sind es vor allem die Getränke die hier beim Gewicht auffallen, das gilt übrigens auch für die Gasflaschen, die man im Sommer ja vor allem zum kochen benötigt. Wer während der Fahrt mit leerem Wassertank fährt, der spart auch in Sachen Zuladung – denn ob das Fahrzeug auf dem Stellplatz dann ein paar Kilo mehr oder weniger wiegt (solange es nicht bewegt wird) fällt nicht ins Gewicht.

Das gilt übrigens auch für all die Annehmlichkeiten die man sich in sein Wohnmobil eingebaut hat. Mikrowelle, Thermomix, Backofen, Waschmaschine, Fernseher, SAT-Anlage, Fahrräder, Bücher,

Auch das Proviant zählt bei der Zuladung!

Überladung ist gefährlich und teuer!

Wer mit einem Reisemobil (3,5 Tonner) in Deutschland mit einer Überschreitung der Zuladung von 30% erwischt wird, wird seine Urlaubskasse um mindestens 235 Euro erleichtern. Dazu gesellt sich dann noch ein Punkt in Flensburg und damit kommt man noch günstig davon. In Italien zahlt man für eine Überladung knapp 1.700 Euro – auch wenn man nur 5% abweicht von den gesetzlichen Werten. In Österreich kann man gut und gerne auch 5.000 Euro los werden, ihr merkt schon, das Thema sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Überladung vermeiden!

Die Überladung ist aber nicht nur negativ für den Geldbeutel, wenn man erwischt wird, sondern auch für das Fahrverhalten. Je höher das Gewicht, desto höher ist die Belastung von Reifen und Bremsen, auch in Kurven spürt man das höhere Gewicht und natürlich auch im Verbrauch. Aus dem Grund gilt es: Nur das mitnehmen, was wirklich mit muss. Proviant und Vorräte bestenfalls vor Ort kaufen und direkt verbrauchen. Frischwasser erst vor Ort auffüllen und Schmutzwasser dort (fach- und sachgerecht) entsorgen. Auf leichte Camping-Möbel achten und so viel Gewicht sparen wie es nur geht.

Der neue Mercedes-Benz Marco Polo 2019

Wie kann man das Gewicht vom Reisemobil / Wohnmobil überprüfen?

Das zulässige Gesamtgewicht vom aktuellen Marco Polo darf z.B. 3.1 Tonnen betragen. Darunter fällt auch die Dachlast von 50 kg. Kontrollieren kann man das auf öffentlichen Waagen (für ein geringes Entgelt bekommt man hier auch eine offizielle Wiegekarte) oder auf LKW-Waagen. Vorsicht: Nicht alle „öffentlichen Waagen“ die im Internet zu finden sind, werden auch noch betrieben, am besten einmal vorher anrufen bevor man den Weg auf sich nimmt.

Im Idealfall macht man sich eine Gewichtsliste und man sollte die Grenze nicht bis zum letzten Kilogramm ausnutzen, denn a) nimmt man im Urlaub sicherlich zu und b) findet man eventuell auch noch ein paar Andenken die man mitnehmen möchte nach Hause.

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