Neuwagen 2017: Seat Alhambra 2.0 TSI FR-Line Fahrbericht

Der Seat Alhambra trägt einen großen Namen. Alhambra heißen mehrere Städte in den USA, Kandada oder aber auch in Puerto Rico. Es gibt auch einen Asteroiden mit dem Namen, mehrere Gebäude und Minen. Ein spanisches Bier heißt Alhambra, genauso gibt es ein Gesellschaftsspiel und dann natürlich auch noch das Auto! Der Seat Alhambra, das Schwestermodell vom Volkswagen Sharan.

Was hat der Alhambra mit den anderen Namensvettern gemeinsam? Er ist groß, er bietet mit seinen Ablageflächen viel Platz für seine Schätze und mit bis zu sieben Sitzplätzen fährt man auch gerne in guter Gesellschaft.

Gefahren sind wir den vermutlich am besten ausgestattesten Seat Alhambra. FR-Line Optik, 220 GTI-PS unter der Haube – damit beschleunigt der Familien-Van innerhalb von 7,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Ein idealer Fluchtwagen also vom Kindergarten- oder Schulparkplatz. Mit seinen sieben Sitzplätzen kann man allerdings auch die halbe Fußballmannschaft der Junioren herum kutschieren. Muss es dann mal etwas schneller gehen, sind maximal 226 km/h möglich.

Das Fahrverhalten ist tadellos, die Verarbeitung ebenfalls. Seat hat hier die besten Bauteile aus dem Konzern-Baukasten verbaut und musste auf nichts wichtiges verzichten. Die Schaltaufgabe überlässt der Fahrer gerne dem 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe, das Einparken gerne der Einparkautomatik und die musikalische Untermalung klappt via DAB oder Apple CarPlay ebenfalls tadellos.

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Auch das Armaturenbrett lässt keine Fragen offen, der Seat Alhambra lässt sich komplett intuitiv bedienen. Alles was man anfassen muss fühlt sich hochwertig an und die elektrischen Schiebetüren sind nicht nur vor den Schulen und Kindergärten der Stadt ein Hingucker.
Dank dem großen Panorama-Glasdach wirkt der Innenraum sehr luftig, die Fahrer und Mitfahrer in den ersten beiden Reihen haben ausreichend Platz, enger geht es nur auf Platz sechs und sieben zur Sache, vor allem was die Kopffreiheit betrifft.

Fährt man nur mit maximal fünf Personen, kann man die Sitze in der zweiten Reihe verstellen. Man hat die Wahl: Mehr Beinfreiheit oder mehr Kofferraumvolumen.

Der Kofferraum verfügt über ein Fassungsvermögen zwischen 267 und 2297 Liter. Legt man die Sitze hinten um, entsteht eine ebene Ladefläche.

Der Basis-Preis für das Testfahrzeug lag bei 41.885 Euro. Dazu kamen einige Optionalitäten, die den Preis nach oben geschraubt haben. 55.000 Euro muss man für einen neuen Seat Alhambra in einer vergleichbaren Ausstattung. Kritikpunkte? Haben wir kaum welche gefunden, selbst der Verbrauch geht in Ordnung für die Leistung und das Gewicht. NEFZ sagt 7,3 Liter auf 100 km, wir lagen knapp zwei Liter darüber. Bei den ersten Probefahrten waren wir im S-Modus vom DSG unterwegs, weil wir einfach beherzt die Fahrstufe eingelegt hatten. Die Rückfahrkamera stößt bei Dunkelheit schnell an die Grenzen und das 6,5″ große Display ist uns persönlich etwas zu tief angeordnet. Das ändert aber nichts daran, dass wir uns den Seat Alhambra sehr gerne vor die Tür stellen würden.

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