Mercedes-Benz EQC? Frühstart? Das war wohl nix!

Satz mit X! Das war wohl nix! Der Mercedes-Benz EQC kommt zu spät und überzeugt technisch nun auch nicht gerade auf voller Linie. Wir haben uns die Weltpremiere im Livestream angesehen und die wichtigsten Informationen einmal kurz zusammengefasst:

Das rein elektrisch angetriebene SUV von Mercedes-Benz verfügt über zwei Motoren mit einer Gesamtleistung von 300 kW. Innerhalb von 5,1 Sekunden kann man das leer gerade mal 2,4 Tonnen schwere Fahrzeug auf Landstraßen-Tempo beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit erreicht der Mercedes-Benz EQC bei Tempo 180 km/h. Damit gewinnt man zwar nicht beim Auto-Quartett, aber erhöht die Reichweite. Laut NEFZ sind dank der 80 kWh großen und 650 kg schweren Batterie Reichweiten von über 450 km mit einer Ladung möglich.

Doch der Mercedes-Benz EQC bietet noch mehr als seinen 765 Nm starken Antrieb. Wie wäre es mit einem Kofferraumvolumen von 500 Liter? Wie wäre es mit einer Anhängelast von bis zu 1,8 Tonnen. Wie wäre es mit viel Platz im Innenraum für bis zu fünf Passagiere?

Der EQC ist 4,76 Meter lang, inkl. Außenspiegel 2,09 Meter breit und 1,62 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,87 Meter, kommt also den Passagieren und dem Gepäckraum zu Gute. Der kombinierte Verbrauch wird mit 22,2 kWh auf 100 km angegeben. Nach Adam Riese und Eva Zwerg kommt man bei einer 80 kWh großen Batterie (die sich sicherlich nie komplett entleeren lässt) allerdings nicht auf die über 450 km. In der Realität werden es vermutlich eher 360 oder noch viel weniger werden. Vor allem wenn man wirklich mal das Fahrzeug belädt und sich auf den Weg macht.

Mercedes-Benz macht sich sehr spät auf den Markt und auch wenn der EQC nun in Stockholm vorgestellt wurde, wird er nicht mehr in diesem Jahr auf den Markt kommen. Die Verkaufsfreigabe erfolgt erst im Sommer 2019. Preise werden offiziell auch noch nicht verkündet, man darf von Summen zwischen 70.000 und 90.000 Euro ausgehen.

Das erste rein elektrisch angetriebene SUV von Mercedes-Benz wird in Bremen gefertigt. Die Batterien in Kamenz, einem Ort in der Nähe von Dresden.

Wir kritisieren nicht das Design, denn das ist Geschmacksache. Wir kritisieren nicht einmal die maximale Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h, da fahren viele Tesla-Fahrer oft langsamer um die Reichweite zu erhöhen.

Wir kritisieren auch nicht die Leistung, das Kofferraumvolumen oder das Platzangebot. Wir möchten aber kritisieren, dass dieses Fahrzeug zu spät auf den Markt kommt und mit einem 7,4 kW/h Lader ausgerüstet ist, dabei hatte Mercedes-Benz mit einer elektrisch angetrieben B-Klasse, mit einem rein elektrisch angetriebenen Supersportwagen doch wirklich schon genügend Berühungspunkte mit der reinen Elektromobilität, schließlich hat man bei Daimler mit dem smart ED / smart EQ doch sogar ein Elektrokleinwagen im Angebot und müsste eigentlich wissen was die Kunden wollen: Fahrzeuge die sich schnell (auch zu Hause) aufladen lassen, mit einer Reichweite die für den Alltag reicht und vor allem verfügbar sind.

Es scheint so, als hätte man in Stuttgart den Druck von Audi und BMW gespürt und wollte als Erfinder des Automobils unbedingt die Nr. 1 sein bei der Vorstellung. Da kann man nur hoffen, dass sie dem“next“ nicht von BMW oder vom Audi e-tron überholt werden. Beim Audi e-tron rollen die ersten Vorserienfahrzeuge bereits in Brüssel vom Band, die Weltpremiere vom ersten rein elektrisch angetriebenen Audi SUV ist am 17.09. in San Fransisco. Wir halten Sie hier bei uns im Blog auf dem Laufenden.

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