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2019 SEAT Tarraco Test | Fahrbericht | Review

Der Seat Tarraco macht nach dem kleinem Seat Arona und dem kompakten Seat Ateca das spanische SUV-Trio komplett. Der neue Tarraco überragt dabei nicht nur die beiden spanischen Modelle, sondern auch die Konzern-Fahrzeuge, die auf der gleichen MQB-A Plattform entstehen. Der VW Tiguan Allspace und auch der Skoda Kodiaq sind nämlich etwas kürzer als der neue Tarraco.

Nur der VW Atlas, den Volkswagen in den USA vertreibt, übertrumpft derzeitig den Tarraco im Konzern. Gefertigt wird der Seat Tarraco übrigens in Wolfsburg, in der gesamten Geschichte vom Wolfsburger Werk ist der Tarraco erst das fünfte Konzernfahrzeug welches dort hergestellt wird und davon nach dem Seat Arosa bereits der zweite SEAT. Der Tarraco läuft zunächst also zusammen mit dem Tiguan und dem Touran vom Band.

Überspitzt könnte man nun  sagen, dass es sich bei dem Seat Tarraco um Einheitsbrei handelt. Gekocht aus – zugegeben – richtig guten Zutaten vom VW Konzern, abgeschmeckt mit einem Schluck spanischem Rotwein und gewürzt mit spanischen Gewürzen.

Das schmeckt gut, das schmeckt sogar sehr gut und man kann es vermutlich auch jeden Tag essen, allerdings versprüht der Tarraco meiner Meinung nach nicht diese typischen Emotionen die man ansonsten den SEAT Modellen zuschreibt bzw. von den SEAT Modellen kennt.

SEAT Tarraco Mitbewerber

Das mag aber auch am Markt liegen. Der immer noch boomende SUV-Markt ist hart umkämpft, das Mitbewerberfeld ist dementsprechend gut gerüstet. Der Tarraco tritt natürlich auch gegen seine Konzernbrüder an, darüber hinaus aber auch noch gegen den Jeep Cherokee, den Hyundai Grand Santa Fe, den Kia Sorento, den Renault Koleos, den Peugeot 5008, den Nissan X-Trail, den Mitsubishi Outlander, den Audi Q5, den BMX X3 oder aber auch gegen den Mercedes-Benz GLC. In Sachen SUV gibt es inzwischen für jeden Geschmack und Geldbeutel das richtige Fahrzeug.

Kommen wir also zu den Abmessungen: Der Seat Tarraco ist 4,74 Meter lang, inkl. Außenspiegel 2,12 Meter breit und 1,66 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,79 Meter und kommt somit den Passagieren, aber auch dem Gepäckraum zu Gute.

Den Tarraco gibt es als 5- oder als 7-Sitzer, dementsprechend varriert auch das Kofferraumvolumen zwischen 760 Liter beim 5-Sitzer und 700 Liter beim 7-Sitzer.
Legt man die Rücksitzlehnen um, vergrößert man den Laderaum auf über 1.775 Liter beim 7-Sitzer, bzw. 1.920 Liter beim 5-Sitzer.

Fährt man mit 7 Sitzen und platziert hinten dann Kinder oder Kleinwüchsige, dann verbleibt ein nutzbares Kofferraumvolumen auf Kleinstwagen-Niveau. Das liegt dann nämlich bei 230 Liter.
Schaut man sich den Tarraco an, dann steht man vor einem imposanten SUV. Die Designer haben erst gar nicht versucht das stattliche Fahrzeug durch Design-Tricks rein optisch schmaler wirken zu lassen, sondern setzten noch einen oben drauf und unterstreichen damit den robust wirkenden Auftritt.

SEAT Tarraco Design

An der Front erkennt man den SEAT Tarraco auf den ersten Blick natürlich am großen SEAT Logo im Kühlergrill.

Daneben gesellen sich die Voll-LED-Scheinwerfer, die mit der SEAT typischen Lichtsignatur – das dreieckige – ausgestattet worden sind.  Der Wendekreis vom Seat Tarraco wird mit 11,9 Meter angegeben, in die Radkästen ziehen optional 17, 18, 19 oder 20″ Felgen.

Das Heck vom Tarraco präsentiert sich auch in voller Breite, die beiden LED-Rückleuchten sind rein optisch durch das Reflektor-Band verbunden, schade das dieser Streifen nicht auch leuchten kann.

Rein optisch verfügt der SEAT Tarraco über zwei Endrohrblenden, aber die sind leider komplett Fake.

Wisst ihr eigentlich warum der SEAT Tarraco so heißt? Die SEAT Fans durften den Namen auswählen, Tarraco ist der antike Name der heutigen Stadt Tarragona und das passt dann natürlich zu dem spanischen Hersteller wie die bekannte Faust aufs Auge.

SEAT Tarraco technische Daten / Leistungsdaten

Unter die Motorhaube kommen, je nach Markt, zunächst zwei Benziner und zwei Diesel Aggregate. Die Leistungsrange liegt zwischen 150 und 190 PS, bzw. zwischen 110 und 140 kW. An die Maßangabe müssen wir uns früher oder später gewöhnen, spätestens wenn 2020 noch das Hybrid-Modell nachgereicht werden soll.

Der 1,5 Liter TSI Benziner verfügt über ein maximales Drehmoment von 250 Nm. Der 2.0 Liter Benziner stellt im Drehzahlbereich zwischen 4.200 und 6.000 Umdrehungen in der Minute ein Drehmoment von 320 Nm zur Verfügung.

Das sind fast Diesel-Werte, allerdings schafft der 2.0 TDI mit 150 Pferdchen die 340 Nm schon in einem Bereich zwischen 1.750 und 3.000 Umdrehungen und der 190 PS starke Selbstzünder, legt hier sogar noch mal 60 Nm oben drauf.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt je nach gewählter Motorisierung und Getriebeart zwischen 198 und 211 km/h. Die schnellsten Modelle beschleunigen innerhalb von 8 Sekunden auf Landstraßentempo, die langsameren brauchen halt 9,8 Sekunden, doch kommt es darauf wirklich an?

Den SEAT Tarraco gibt es handgerissen über eine 6-Gang Handschaltung oder aber man entscheidet sich für das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe. In dem Fall fällt der Einstiegsbenziner allerdings raus, denn den gibt es ausschließlich mit dem 6-Gang Getriebe.
Umgekehrt gibt es auch Auschlüsse, denn die 190 PS Versionen von Benziner oder Diesel gibt es nur mit dem Doppelkupplungsgetriebe.

Den SEAT Tarraco gibt es, so wie es sich für ein vernünftiges SUV gehört, wahlweise auch mit einem Allradantrieb. Leer bringt der große Spanier zwischen 1,6 und 1,8 Tonnen auf die Waage.
Die Zuladung liegt zwischen 669 und 696 kg. Die gebremste Anhängelast liegt je nach gewählter Motorisierung zwischen 1,8 und 2,3 Tonnen – hier ist ganz klar – wer häufiger Anhänger ziehen möchte, sollte zum größten Diesel mit DSG greifen. Die Stützlast beträgt 80 kg, das Dach darf man maximal mit 75 kg beladen.

Der kleine Benziner genehmigt sich durchschnittlich 6,6 Liter Benzin auf dem Prüfstand, der kleine Diesel gibt sich mit 4,9 Liter zufrieden, der große Diesel schluckt 5,6 Liter.
Sicherheit wird beim Tarraco groß geschrieben, so gibt es eine Vielzahl von Sensoren, die das Leben einfacher und auch sicherer machen sollen, ab Werk bzw. optional gibt es so zahlreiche Assistenzsysteme vom Stauassistenten über die Verkehrszeichenerkennung bis zum Fernlichtassistenten.

Ich empfehle defintiv die 360° Kamera, das erleichtert das Einparken ungemein, kann aber auch bei der Einfahrt ins Parkhaus eine echte Erleichterung sein. Optional gibt es auch einen Ausparkassistent, denn so ein langes Fahrzeug muss man erst einmal handeln können.
Vom Fahrersitz aus blickt man durch das Lenkrad auf ein 10,25″ großes Info-Display, daneben steht für das Infotainment ein 8″ großes Display zur Verfügung. Der Innenraum vom Tarraco ist also digital und präsentiret sich auch gut vernetzt und neben der Bedienung über das Lenkrad oder per Sprache gibt es im Tarraco auch noch eine Gestensteuerung.

Das Lenkrad lässt sich axial und vertikal verstellen, alle wichtigen Einstellmöglichkeiten sind direkt am Lenkrad und gut zu erreichen. Wählt man ein Fahrzeug mit Doppelkupplungsgetriebe, gibt es noch Schaltwippen die zur manuellen Gangauswahl zur Verfügung stehen. Das Infotainmentsystem präsentiert sich auf dem aktuellen Stand der Technik und die beiden Getränkehalterungen verfügen über kleine Halterungen.

Legt man die SEAT Tarraco Sitze um, dann vergrößert sich das Ladevolumen auf bis zu 1.920 Liter und wenn man die Lehne vom Beifahrersitz umlegt, dann kann man bis zu 2,73 Meter lange Gegenstände im Tarraco transportieren. Wer schon mal eine Bierzelt-Garnitur transportieren musste, der wird wissen wie schwierig so etwas in der Regel ist.

Kommen wir zum Fahreindruck. Allein die technischen Daten haben es ja bereits verraten: Der Seat Tarraco ist kein Sportwagen. SUV hin oder her, der ist auch nichts für schwere Gelände.
Der ist eher um Langstrecken zu meistern. Dazu passt die leichtgängige Lenkung, die uns persönlich zu indirekt ist und auch etwas an Rückmeldung vermissen lässt, dazu passt auch das komfortable Fahrwerk und die Bremsanlage leistete sich bei den Probefahrten auch keine Fehler.  Der Druckpunkt ist gut, die Bremse lässt sich fein dosieren, auch das ist ja wichtig wenn man bis zu sechs weitere Personen mit nimmt.

Der Preis ist heiß, los geht es ab 29.980 Euro. Optionalitäten kosten wie immer Extra. Ab Frühjahr 2019 geht es los. Ein Jahr später soll ein 210 PS bzw. 154 kW starker SEAT Tarraco Plug-in Hybrid folgen, der rein elektrisch 50 km weit fahren kann und natürlich wird es früher oder später auch noch eine sportlichere FR-Version vom Taracco geben. Tradition verpflichtet.

VW baut endlich wieder einen Volkswagen: Der neue VW T-Cross

Heute haben wir 10 Fakten zum neuen VW T-Cross für euch zusammengefasst, denn dieses Fahrzeug hat das Zeug ein „echter“ Volkswagen zu sein: Er schwimmt mit dem SUV Trend, bietet aktuelle Technik, ausreichend Platz, eine gewisse Variabilität und soll in der Basis-Ausstattung bereits unter 18.000 Euro vom Band laufen.

10 Fakten zum neuen VW T-Cross

1. Der T-Cross ist mit einer Länge von 4,10 etwas länger als der aktuelle VW Polo, basiert aber dennoch auf der MQB-A0 Plattform. Der verlängerte Radstand kommt vor allem den Passagieren, aber auch dem Gepäckraum zu Gute.

VW T-CROSS

VW T-CROSS

2. Alle Motoren vom neuen Volkswagen T-Cross erfüllen die strenge EURO 6D-TEMP Abgasnorm, ab Marktstart kommt eine Leistungsrange zwischen 95 und 115 PS unter die Haube. Mobilisiert wird das Fahrzeug entweder von einem 1.0 Liter 3-Zylinder oder einem 1.6 Liter Selbstzünder. Später folgt ein 1.5 Liter EVO 4-Zylinder Benziner mit 150 PS und wer weiß? Eventuell ist ja doch noch Platz im Portfolio für den 200 PS starken Antrieb aus dem VW Polo GTI?

03. Je nach Motorleistung und Kundenwunsch wird entweder manuell oder per Doppelkupplungsgetriebe geschaltet, die Kraft geht im VW T-Cross allerdings stets über die Vorderachse auf die Fahrbahn / den Fahruntergrund – ein Allradantrieb gibt es in diesem SUV nicht!

VW T-CROSS Innenraum

04. In der Basis-Version, die bei diesem kompakten SUV einfach nur „T-Cross“ heißt leuchten H7-Scheinwerfer den Weg, der Fahrer blickt auf klassische Rundinstrumente und das Fahrzeug rollt auf 16″ Felgen vom Band. Ein adaptives Fahrwerk gibt es bei diesem SUV nicht.

05. Dafür gibt es optional eine Rückfahrkamera, ein digitales Cockpit und ein bis zu 8″ großes Infotainmentsystem. In Sachen Konnektivität ist dieses SUV dann gut aufgestellt.

VW T-CROSS 8″ Infotainment-System

06. Der VW T-Cross bietet ausreichend Platz vorne und durch eine variable Rücksitzbank ebenfalls hinten. Man hat die Wahl ob man lieber im Fond mehr Beinfreiheit oder mehr Kofferaumvolumen haben möchte und kann dieses durch die um 15 cm verschiebbare Rücksitzbank einfach selbst bestimmen.

07. Das Kofferraumvolumen varriert je nach Stellung der Rücksitzlehne zwischen 385 und 455 Liter und übertrumpft in dem Fall neben dem VW Polo auch den VW Golf und sogar den VW T-Roc. Legt man die Sitze und die Lehne vom Beifahrersitz um steht ein Ladevolumen von bis zu 1281 Liter zur Verfügung.

VOLKSWAGEN T-CROSS virtuelles Cockpit – auch optional zu bekommen

08. Maximal ziehen 18″ große Räder in den Radkästen ein, den VW T-Cross gibt es in verschiedenen Ausstattungslinien (Life, Style, Design) auf die dann noch mal Design-Linien aufsetzen. Wir finden die R-Line besonders attraktiv.

VW T-CROSS – Induktiv Laden, USB Anschlüsse und Konnektivität? Vorhanden!

09. Optional gibt es für den VW T-Cross zahlreiche Assistentzsysteme die das Leben einfach schöner und vor allem auch sicherer machen. Einige Assistenzsysteme und Technologien aus dem VW Konzernbaukasten schaffen es aber nicht in den neuen T-Cross, so muss man neben einem adaptiven Fahrwerk z.B. auf eine 360° Kamera verzichten. Bei den Assistenzsystemen kann man aber fast aus den Vollen schöpfen.

10. Der Preis ist heiß, los geht es bereits bei knapp unter 18.000 Euro, damit ist er nur etwas teurer als ein VW Polo und damit wird der neue VW T-Cross nicht nur bei den Mitbewerbern sondern auch im eigenen Stall räubern.

VW T-CROSS – neues Heck! Das Design? Geschmackfrage!

Der neue VW T-Cross hat uns überzeugt, nun müssen wir ihn nur noch fahren.

2019 SEAT Tarraco – das größte SUV von SEAT rollt endlich auf die Straße!

Groß, Größer, Großartig! Der SEAT Tarraco ist der große Bruder vom SEAT Ateca und ein nicht eineiiger Zwilling vom SKODA Karoq. Das große SUV kann man mit fünf oder sieben Sitzplätzen ordern, es überzeugt durch viel Platz im Innenraum, aktueller Technik aus dem Konzern-Baukasten und einem von SEAT gewohnten dynamischen Design. Dabei sieht er nicht aus wie ein vergrößerter SEAT Ateca sondern überzeugt durch seine Eigenständigkeit. In Paris präsentierte der spanische Hersteller den SEAT Tarraco nun der Weltöffentlichkeit und stellt die Frage: „Warum eigentlich nicht?“ bzw. „Warum nicht jetzt?“ – damit beantworten die Spanier auch die Frage warum der Karoq-Zwilling erst so spät auf die Straße kommt.

SEAT Tarraco - LED Scheinwerfer und schmaler Kühlergrill!

SEAT Tarraco – LED Scheinwerfer und schmaler Kühlergrill!

Technik aus dem MQB-A Konzernbaukasten bekommt der SEAT Tarraco

Der SEAT Taracco fährt optional mit einem adaptiven Fahrwerk vor und auch die Assistenzsysteme kümmern sich darum, dass die Passagiere nicht nur angenehm sondern auch sicher von A nach B kommen. Bei der Technik, die SEAT vom Konzernbaukasten der MQB-A Plattform nutzen kann, findet man z.B. den Front Assist mit einer Notbremsfunktion für die Stadt, einen Warner für den Toten Winkel, einen adaptiven Tempomat, der die Geschwindigkeit zum vorausfahrenden Fahrzeug halten kann und ein Notfallassistent.

Unter die Haube kommen bekannte Aggregate aus dem VW-Konzern. Vom 1.5 TSI (4-Zylinder) mit einer Leistung von 110 kW / 150 PS über den 2.0 Liter TSI (4-Zylinder) mit 140 kW / 190 PS bis hin zu den beiden 2.0 Liter TDI (Selbstzünder) mit der gleichen Leistungrange stehen potente Antriebe zur Verfügung. Je nach Aggregat steht entweder ein manuelles 6-Gang Getiebe oder ein 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung. Optional gibt es den SEAT Taracco auch mit einem Allradantrieb.

SEAT Tarraco - Digitaler Innenraum!

SEAT Tarraco – Digitaler Innenraum!

Im Innenraum dominiert die Technik. Digitales Display hier, großer Touchscreen dort. Dennoch verzichtete man nicht auf die wichtigsten Tasten und Regler, so kommen auch Umsteiger von Fremdmarken schnell mit dem SEAT Taracco zurecht.

SEAT Tarraco - Aufgesetzes 8" Infotainment-System - Touchscreen

SEAT Tarraco – Aufgesetzes 8″ Infotainment-System – Touchscreen

Der SEAT Tarraco fährt ab 2019 auf unseren Straßen

Das freistehende 8″ Display wirkt etwas aufgesetzt, ist dadurch aber in einer angenehmen Höhe platziert. Der Tarraco rollt ab Januar 2019 auf die Straßen, es gibt wie gewohnt die STYLE und XCELLENCE Linien bei der Ausstattung und selbstverständlich viele Optionaliäten die den Basispreis dann nach oben treiben werden. Aber wenn schon SUV, mit viel Platz im Kofferraum und Fond, dann doch gerne ein SEAT Tarraco, oder?

SEAT Tarraco - Viel Platz - wenn nun der Preis stimmt, dann stimmt auch der Absatz!

SEAT Tarraco – Viel Platz – wenn nun der Preis stimmt, dann stimmt auch der Absatz!

Mercedes-Benz EQC? Frühstart? Das war wohl nix!

Satz mit X! Das war wohl nix! Der Mercedes-Benz EQC kommt zu spät und überzeugt technisch nun auch nicht gerade auf voller Linie. Wir haben uns die Weltpremiere im Livestream angesehen und die wichtigsten Informationen einmal kurz zusammengefasst:

Das rein elektrisch angetriebene SUV von Mercedes-Benz verfügt über zwei Motoren mit einer Gesamtleistung von 300 kW. Innerhalb von 5,1 Sekunden kann man das leer gerade mal 2,4 Tonnen schwere Fahrzeug auf Landstraßen-Tempo beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit erreicht der Mercedes-Benz EQC bei Tempo 180 km/h. Damit gewinnt man zwar nicht beim Auto-Quartett, aber erhöht die Reichweite. Laut NEFZ sind dank der 80 kWh großen und 650 kg schweren Batterie Reichweiten von über 450 km mit einer Ladung möglich.

Doch der Mercedes-Benz EQC bietet noch mehr als seinen 765 Nm starken Antrieb. Wie wäre es mit einem Kofferraumvolumen von 500 Liter? Wie wäre es mit einer Anhängelast von bis zu 1,8 Tonnen. Wie wäre es mit viel Platz im Innenraum für bis zu fünf Passagiere?

Der EQC ist 4,76 Meter lang, inkl. Außenspiegel 2,09 Meter breit und 1,62 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,87 Meter, kommt also den Passagieren und dem Gepäckraum zu Gute. Der kombinierte Verbrauch wird mit 22,2 kWh auf 100 km angegeben. Nach Adam Riese und Eva Zwerg kommt man bei einer 80 kWh großen Batterie (die sich sicherlich nie komplett entleeren lässt) allerdings nicht auf die über 450 km. In der Realität werden es vermutlich eher 360 oder noch viel weniger werden. Vor allem wenn man wirklich mal das Fahrzeug belädt und sich auf den Weg macht.

Mercedes-Benz macht sich sehr spät auf den Markt und auch wenn der EQC nun in Stockholm vorgestellt wurde, wird er nicht mehr in diesem Jahr auf den Markt kommen. Die Verkaufsfreigabe erfolgt erst im Sommer 2019. Preise werden offiziell auch noch nicht verkündet, man darf von Summen zwischen 70.000 und 90.000 Euro ausgehen.

Das erste rein elektrisch angetriebene SUV von Mercedes-Benz wird in Bremen gefertigt. Die Batterien in Kamenz, einem Ort in der Nähe von Dresden.

Wir kritisieren nicht das Design, denn das ist Geschmacksache. Wir kritisieren nicht einmal die maximale Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h, da fahren viele Tesla-Fahrer oft langsamer um die Reichweite zu erhöhen.

Wir kritisieren auch nicht die Leistung, das Kofferraumvolumen oder das Platzangebot. Wir möchten aber kritisieren, dass dieses Fahrzeug zu spät auf den Markt kommt und mit einem 7,4 kW/h Lader ausgerüstet ist, dabei hatte Mercedes-Benz mit einer elektrisch angetrieben B-Klasse, mit einem rein elektrisch angetriebenen Supersportwagen doch wirklich schon genügend Berühungspunkte mit der reinen Elektromobilität, schließlich hat man bei Daimler mit dem smart ED / smart EQ doch sogar ein Elektrokleinwagen im Angebot und müsste eigentlich wissen was die Kunden wollen: Fahrzeuge die sich schnell (auch zu Hause) aufladen lassen, mit einer Reichweite die für den Alltag reicht und vor allem verfügbar sind.

Es scheint so, als hätte man in Stuttgart den Druck von Audi und BMW gespürt und wollte als Erfinder des Automobils unbedingt die Nr. 1 sein bei der Vorstellung. Da kann man nur hoffen, dass sie dem“next“ nicht von BMW oder vom Audi e-tron überholt werden. Beim Audi e-tron rollen die ersten Vorserienfahrzeuge bereits in Brüssel vom Band, die Weltpremiere vom ersten rein elektrisch angetriebenen Audi SUV ist am 17.09. in San Fransisco. Wir halten Sie hier bei uns im Blog auf dem Laufenden.

Der Mercedes-Benz EQC absolviert die letzten Tests – Premiere noch in diesem Jahr!

In Spanien testet Mercedes-Benz gerade das erste Elektro-SUV der Marke. Der Mercedes-benz EQC ist dort gerade zur Sommererprobung unterwegs. Intensive Sonneneinstrahlung und Temperaturen von bis zu 50° Celsius – denn die Elektroautos müssen nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer funktionieren. Die Batterie musst gekühlt werden, der Innenraum ebenfalls und natürlich werden auch Fahrdynamik und Fahrkomfort überprüft.

Was viele eventuell noch gar nicht wissen: Die Hitze kann für Elektromobile ein Problem darstellen. Klar ist: Im Winter liefert die Batterie weniger Leistung, doch im Sommer könnte die Batterie bei einem falschem Thermomanagment Schaden nehmen. Aus dem Grund testet man die Fahrzeuge nicht nur im Labor sondern auch als Erlkönig getarnt in der Realität.

Im Fokus der letzten Erprobungsfahrten standen folgende noch offene Fragen: Wie übersteht sie hohe Leistungsanforderungen? Wie reagiert eine fast schon volle Batterie auf weiteres Laden? Wie beeinflusst die Hitze die Reichweite? Reicht die angegebene Zeit für die Vorklimatisierung? Ist die Reichweitenberechnung unter Einbeziehung der Temperatur korrekt?

Neben der Hitze stellt aber auch der feine Staub in Spanien das Fahrzeug vor einer Herausforderung. Die Entwickler wollen wissen wo sich später der Staub befindet, wo er sich ablegt und ob der Staub ggf. zu Problemen führen könnte. Aus dem Grund testet die Automobil-Industrie die Fahrzeuge auch immer in verschiedenen Kontintenten denn die Kernfrage lautet: Ist sichergestellt, dass jedes System in allen Märkten funktioniert?

Nahezu 200 Prototypen und Vorserien-Fahrzeuge werden für die Erprobung gebaut und getestet, mehrere hundert Experten arbeiten in der Erprobung und freuen sich dann sicherlich umso mehr wenn alles klappt und nach einer Entwicklungszeit von knapp vier Jahren der serienmäßige Mercedes-Benz EQC dann in diesem Jahr noch vorgestellt wird.

Bevor der Mercedes-Benz EQC in vielen Ländern rund um den Globus auf den Markt kommt, wird er umfangreiche Tests in Deutschland, Finnland, Schweden, Spanien, Italien, Dubai, Südafrika, USA und China durchlaufen haben, drei Sommer und drei Winter – da kann doch dann gar nichts mehr schief gehen, oder?

Fotos: © Daimler 2018

Die ersten Fakten zum Skoda Kodiaq RS!

Die offizielle Weltpremiere wird der ŠKODA KODIAQ RS im Oktober auf der Paris Motor Show 2018 feiern. Wir haben jetzt schon mal ein paar Infos zusammengetragen. So z.B., dass er der schnellste siebensitzige SUV auf der Nordschleife ist. Okay, zugegeben – das ist genauso ein Fabel-Rekord wie wir nun sagen könnten, dass wir die schnellsten Nummernschilder-Lieferanten sind.

Es wird andere geben, die können das wieder schneller und unterm Strich sagt so ein Rekord ja auch erst mal nichts aus. Wir erinnern uns an den Chiron Rekord? Innerhalb von 42 Sekunden auf 400 km/h – ein paar Wochen später war der Rekord wieder Geschichte. Egal, zurück zum Kodiaq RS. Als der Kodiaq damals vorgestellt wurde hatten wir schon angemerkt, dass da ein RS-Modell folgen muss.

Die RS-Modelle von Skoda sind durchaus beliebt. Der Skoda Octavia RS geht, egal ob als Selbstzünder oder Benziner, wie geschnitten Brot über die Ladentheke. Das was in Deutschland aber mal der Kombi war, das ist nun der SUV und der Hersteller musste reagieren. Somit die logische Schlussfolgerung: Der Skoda Kodiaq RS muss auf die Straße. Fertig, aus, Mickie Maus. Da muss man kein Controller zu sein um zu sagen: Das Ding wird laufen.

Zurück zur Rekordrunde und zu den Fakten die wir herausfinden konnten. Innerhalb von 9 Minuten, 29 Sekunden und 84 Zerquetschte fuhr Sabine Schmitz den SUV. Die Frau kann auch nun wirklich alles fahren, egal ob in der VLN oder beim 24h Rennen. Sie schätzt, dass sie schon 30.000 Nordschleifen-Runden hinter sich hat und erwähnt, dass der Skoda Kodiaq RS auf der Rennstrecke richtig Spaß machen soll.

Skoda hätte das Potenzial voll ausgeschöpft und sie könnte sich durchaus vorstellen, dass sie den Skoda Kodiaq RS in der Zukunft häufiger begegnen könnte auf der Nordschleife. Gut, da wiedersprechen wir mal nicht, auch wenn wir den Kodiaq RS eher als Autobahnlangstrecken-Athlet sehen.

Unter die Haube kommt ein 2.0 Liter Biturbo-Diesel. Dieses Aggregat soll in der Kodiaq-Baureihe exklusiv dem RS Modell vorbehalten sein. Der neue BiTDI leistet 176 kW oder wie wir in Deutschland zu sagen pflegen: 239 PS! Der Diesel kommt mit Dynamic Sound Boost, einem adaptiven Fahrwerk mit Fahrprofilauswahl, einer Progressivlenkung und natürlich Allradantrieb.

Auf der Vorderachse und auf der Hinterachse war der Rekord-Kodiaq mit 235/45er 20″ Reifen bereift. Für die Übertragung der Leistung wählte man den Conti Sport Contact aus. Das Fahrzeug verfügt selbstverständlich über einen Start/Stop Knopf und über ein Doppelkupplungsgetriebe. Im Infotainment-System versteckt sich ein Laptimer. Weitere Fakten und Informationen erwarten wir dann im Oktober, passend zur Autoshow in Paris