Neuer SEAT Ibiza FR – Fahrbericht | Test | Review

Der VW Polo hat große Konkurrenz. Der Markt der Kleinwagen wird hart umkämpft und der neue SEAT Ibiza wird dem Klassenprimus gefährlich! Welcher Ort der Welt eignet sich besser für die Probefahrt vom neuen Seat Ibiza als die spanische Insel mit dem gleichen Namen?

Vermutlich keine! Wir sind den neuen Seat Ibiza auf Ibiza gefahren. Zugegeben, das klingt komisch, ist aber so. Die Insel Ibiza ist vor allen Dingen als Partyhochburg bekannt. Das ist aber genauso gemein, wie wenn man Mallorca nur auf den Ballermann reduziert. Ibiza hat viele andere, wunderschöne Seiten. Wie auf Mallorca auch findet man hier abgelegene Buchten, tolle Restaurants, sehr schöne Dörfer und viele Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Leider hatten wir dafür bei der Fahrveranstaltung gar keine Zeit, wir mussten uns also voll und ganz auf den Seat Ibiza konzentrieren.

Ibiza ist die drittgrößte Insel der Balearen im Mittelmeer. Der Seat Ibiza ist derzeitig das zweitkleinste Fahrzeug von Seat, nach dem Seat Mii bietet er den Einstieg in das hart umkämpfte Kleinwagensegment und genau dort punktet er nun richtig, er trumpft quasi richtig auf.

Der neue Seat Ibiza, der nun übrigens in der fünften Generation auf den Markt kommt, basiert auf der Volkswagen Plattform MQB A0. Auf der steht auch der neue VW Polo und die anderen Derivate werden ebenfalls auf dieser Plattform aufbauen. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es den SEAT Ibiza mit einer Leistungsrange zwischen 55 und 110 kW (75-150 PS). Geschaltet wird entweder über ein manuelles 5/6-Gang Getriebe oder man überlässt dem 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe die Schaltaufgabe.

Der Ibiza der 5. Generation ist 4.06 m lang, der Radstand misst 2.56 m und der kommt,definitiv , den Passagieren zu Gute. Mit Außenspiegel misst er 1.94 m in der Breite. Das sind ideale Abmessungen für die Stadt und für die engen Parkplätze.

Rein Design-technisch zeigt er sich breiter, den Ibiza gibt es aktuell in fünf verschiedenen Ausstattungslinien (Ibiza, Reference, Style, XCELLENCE und FR) abhängig davon sind die verbauten Extras und wir wollen euch ja nichts vorschreiben, aber ihr solltet euch unbedingt für die optionalen Voll-LED Scheinwerfer entscheiden. Die sind günstig im Aufpreis und bieten in der Dämmerung / Dunkelheit einen echten Mehrwert im Vergleich zu den herkömmlichen Scheinwerfern.

Wo wir gerade schon bei der Kaufberatung sind, das Beatsaudio-System lohnt sich ebenfalls. Geringer Aufpreis, satter Sound dank digitalem 8-Kanal Verstärker. Das verbaute Infotainmentsystem lässt sich intuitiv bedienen und spielt die komplette Klaviatur der derzeitig möglichen Schnittstellen zum eigenen Smartphone. Apple CarPlay / Android Auto etc. sind hier gar kein Problem, weiterhin gibt es die Möglichkeit via Bluetooth etc. sein Mobiltelefon zu verbinden. Das funktioniert einfach, intuitiv und genau so muss es sein. Das Fahrzeugbedienkonzept selbst ist genauso einfach und intuitiv. Alle Schalter und Tasten sind selbsterklärend, der aufgeräumte Innenraum lässt keine Fragen offen.

Man kann den Seat Ibiza mit 14″ Felgen bekommen, optional drehen sich hier bis zu 18″ große Räder in den Radkästen. Das macht nicht immer Sinn was den Komfort betrifft, sieht aber optisch betrachtet gleich doppelt so gut aus. 17″ Felgen sind vermutlich ein guter Kompromiss, dann sind die Reifen später auch etwas günstiger.

Das Fahrwerk ist gut abgestimmt, die Lenkung ist direkt und auch die Rückmeldung überzeugt. Die verbaute Bremsanlage lässt sich fein dosieren und die Schaltanzeige hilft Kraftstoff zu sparen. Optional gibt es einen adaptiven Tempomaten, den wir empfehlen würden, falls man doch hin und wieder mal mit dem Kleinwagen über die Autobahn fährt.

Der neue Seat Ibiza, den wir übrigens in der attraktiven FR-Variante gefahren sind, steckt nun mehr ein als der eigene Vorgänger. Das Volumen vom Kofferraum stiegt von 290 auf 355 Liter. Legt man die Rücksitzlehne um, dann vergrößert sich das Ladevolumen sogar auf 1.165 Liter. Wenn man die maximale Zuladung von 495 kg im Blick behält, kann man auch das Dach beladen. Optional gibt es auch eine Anhängerkupplung, ihr merkt schon, der Seat Ibiza spielt hier alle Möglichkeiten konsequent durch.

Induktives Handyladen, Keyless-Go-System, Rückfahrkamera, hier gibt es ja fast nichts, was es nicht – oder normalerweise nur in einer höheren Klasse – gibt. „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung, Müdigkeitserkennung, sechs Airbags und wie schon erwähnt die Voll-LED Scheinwerfer. Das Thema Sicherheit liegt scheinbar auch den SEAT Ingenieuren am Herzen.

Das lässt man sich bei SEAT dann natürlich auch bezahlen und der Einstiegspreis schraubt sich dann schnell von 12.480 Euro in die Höhe, aber irgendwas ist ja immer. Fun-Fact: Die attraktiven Endrohre vom Seat Ibiza FR muss man vermutlich nur wenig reinigen, die Abgase strömen nämlich dort gar nicht durch, das hat sich Seat wohl vom Konzern-Bruder Audi abgeschaut, beim Audi SQ5 ist es ja ganz ähnlich.

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